Israelische Gourmet-Küche öffnet in Wien

Am 11. Dezember öffnete das israelische Restaurant „Miznon“ seine Pforten in der Wiener Innenstadt. Ne-ben innovativen Speisen aus Nah-Ost soll vor allem das Motto des Lokals die Gäste locken: „Bei uns könnt ihr sein, wer immer ihr sein wollt!“

Restaurant "Miznon" in der Schulergasse 4 in Stephansdom-Nähe
Restaurant „Miznon“ in der Schulergasse 4 in Stephansdom-Nähe

Das Konzept des neu eröffneten Bar-Restaurants ist simpel aber er-folgreich, wie Eröffnungen in anderen Ländern zeigten: Gourmet-Küche mit einfachen Zutaten zu leistbaren Preisen. „Streetfood“ nennt es Yuval Zederman, der Manager des neuen Lokals. Die Qua-lität der servierten Speisen soll dabei jener von „High-End-Restau-rants“ um nichts nachstehen. Neben den verschiedensten Pita-Kreationen liegt der Fokus der Küche vor allem auf der Zubereitung diverser Gemüsesorten. Unter den Spezialitäten auf der Speisekarte findet man gekochten Karfiol, Spinat und „Feuersteinkartoffeln“. Mit geschmorten Lammrippchen und verschiedenen Huhngerichten werden aber auch alle Nicht-Vegetarier kulinarisch versorgt.

Eine Kostprobe der Ratatouille-Pita, gefüllt mit Ei, Gemüse und orientalischen Soßen
Eine Kostprobe der Ratatouille-Pita, gefüllt mit Ei, Gemüse und orientalischen Soßen

Die Wartezeit auf das Essen können die hungrigen Gäste im Miznon mit gratis Gemüse-Häppchen und Soßenvariationen überbrücken. Allzu lange müssen sie ohnehin nicht warten, darum bemühen sich insgesamt fünf Köche, die die Speisen frisch zubereiten. Die Restau-rantbetreiber achten dabei besonders auf die Qualität und Herkunft der Zutaten: das Pita-Brot wird original aus Israel importiert, das Salz kommt aus Frankreich und auch beim Gemüse gelten hohe Qualitätsstandards. Eingekauft werden die Zutaten direkt dort, wo sie produziert werden. Dadurch sollen Zwischenhändler vermieden und dafür Sorge getragen werden, dass das Geld dort landet, wo es landen soll.

Ganz im Sinne des Geschäftskonzepts fällt auch das Design der In-nenarchitekten aus: blanke Holzflächen dekoriert mit Kartoffeln, frischen Tomaten, geschlichteten Pastinaken und Lauch nebst gro-ßen Säcken gefüllt mit Salz. An einer Holzwand ist in groben Lettern mit bunter Kreide das Menü aufgeführt. Raue Backsteinwände, rus-tikale Hocker und Holzmobiliar im Vintage-Stil runden das Ambien-te ab. Die Einrichtung ist demonstrativ schlicht und wirkt gerade deshalb sehr stilvoll.

Die Inneneinrichtung im Miznon: schlicht, rustikal, stylisch!
Die Inneneinrichtung im Miznon: schlicht, rustikal, stylisch!

Die Atmosphäre im Restaurant ist betont lebhaft und freundlich. Die Hintergrundmusik mit orientalischem Touch ist dabei auf eine  Lautstärke beschränkt, zu der sich die Gäste noch gut unterhalten können. Der persönliche Umgang mit den Leuten und die lockere Stimmung ist den Betreibern des Lokals sehr wichtig, wie Zederman sagt:

„Es geht nicht nur um das Essen. Es geht um ein Verständnis für die Leute. Wir mögen es, wenn sie sich im Restaurant frei bewegen können und möchten sie wissen lassen: bei uns könnt ihr sein, wer immer ihr sein wollt!“.

Das ist durchaus wörtlich zu verstehen: beim Bestellen bekommt je-der der Gäste die Frage gestellt, wie er/sie heute genannt werden möchte. Wer das Restaurant besucht, sollte also nicht überrascht sein, wenn die Bedienung zwischenzeitlich mit lauter Stimme nach „James Bond“ verlangt, um damit einem der Gäste zu signalisieren, dass seine Ratatouille-Pita fertig ist.

Lebhafte Atmosphäre im Miznon, in dem jeder sein kann, wer er will
Lebhafte Atmosphäre im Miznon, in dem jeder sein kann, wer er will

Das Miznon (zu dt. „Kantine“) in Wien ist das bereits fünfte seiner Art: das erste Miznon wurde 2011 vom israelischen Koch Eyal Shani in Tel Aviv eröffnet, wo wenige Zeit später zwei weitere folgten. Seit 2013 betreibt Shani auch ein Restaurant in Paris. Das Miznon in Wien ist damit europaweit das zweite des Starkochs, der als exzentrischer Fernsehkoch Berühmtheit erlangte. In seinem Heimatland wurde Eyal Shani besonders durch die Kochshow „MasterChef Israel“ bekannt, in der er als Juror mitwirkt.

 

Restaurant „Miznon“
Schulerstraße 4
1010 Wien

Öffnungszeiten:
Mo-So, genauere Infos werden noch bekannt gegeben