MIZNON Vienna: das neue israliesche Streetfood-Lokal

Viele kennen es bereits aus Tel Aviv, andere haben schon in Paris vorbeigeschaut. In Wien eröffnete am 10. Dezember nun endlich das fünfte Lokal des israelischen Starkochs Eyal Shani: MIZNON Vienna.

Nach dem großen Erfolg in Tel Aviv und Paris war es nur eine Frage der Zeit bis MIZNON (dt. Kantine) auch nach Wien kommen würde. Wo viele scheiterten, eröffnete Eyal Shani sein fünftes MIZNON Restaurant: in der Schulergasse 4 im ersten Wiener Gemeindebezirk. Von Omen wollte der israelische Starkoch nichts hören. Er verwandelte das alte Dombeisl hinter dem Stephansplatz in eine offene und einladende Küche, hängte ein paar Stahllampen im Industrial-Design auf und gab dem Ganzen einen shabby chic -Look. Seine Speisekarte passte er an den Wiener Humor an. So finden sich darin lustige Namen wie „Spinat zum Dahinschmelzen“ und „Überfahrene Kartoffeln mit Sour Cream“. Er engagierte tanzende KellnerInnen und singende KöchInnen, machte laute Musik an und gab viele, viele Shots aus. Und schon hatte er das perfekte Rezept für die beste Restauranteröffnung seit Langem.

Doch bei der Eröffnung allein bleibt die Stimmung nicht. Egal zu welcher Tages- und Nachtzeit man sich im MIZNON befindet, es herrscht immer Partystimmung. Zum Takt einer willkürlich zusammengestellten Playlist wird geschnippelt, gekocht und serviert und dies stets mit einem Lächeln auf den Lippen. Ihrem Motto „eat, drink, enjoy“ bleibt MIZNON treu.

Gäste sollten aber nicht staunen, wenn mitten im Getöse der ein oder andere Name durch das Restaurant geschrien wird. Das Essen bestellt man an der Bar und muss zur Identifikation seinen Namen sagen. Da kann es dann schon passieren, dass man fünf mal hintereinander „Sabrina“ oder „Brigitte“ hört.

Für Shani haben Lebensmittel einen sehr hohen Stellenwert. Jeder, der das Thema anschneidet muss sich darauf gefasst machen von seiner Paradeiser-Theorie zu hören, die im Grunde keiner so genau versteht. „Paradeiser sind auch Fleisch“, philosophiert er.  Bei MIZNON wird sehr viel Wert auf regionale und frische Zutaten gelegt. So wird das Gemüse lokal und bio eingekauft, das Pitabrot aber aus Israel eingeflogen.

Egal wo man in dem kleinen aber heimeligen Lokal hinblickt, findet man als Deko auch das, was ins Pitabrot kommt: Gemüse. Perfekt aneinandergereiht wie kleine Soldaten tummeln sich auf den Fenstersimsen Blumenkohlköpfe, Shanis Signature Dish. Gegrillt und mit geheimer Soße beträufelt, wird dieser als Ganzes in Backpapier gewickelt und dem Gast, mit dem „Befehl“ jedes Röschen einzeln zu pflücken, in die Hand gedrückt.

Bei der Eröffnungsfeier gab es Pitahäppchen, damit die Gäste noch mehr Variationen kosten können © Lisa Leutner
Bei der Eröffnungsfeier gab es Pitahäppchen, damit die Gäste noch mehr Variationen kosten können © Lisa Leutner

Fehlen dürfen hier auch nicht die Pitas. Ganze elf Variationen finden sich in der Speisekarte. Darunter sind Pita gefüllt mit Minutensteak und zarten Lammrippchen. Für Vegetarier gibt es Pita mit Karfiol oder Falaffel, oder beides. Die meisten Gerichte werden ähnlich wie die israelischen Pendants serviert. Zusätzlich dazu stehen aber auch lokale Spezialitäten auf der Karte, sowie eine eigens für Wien angefertigte Kreation: Pita mit Tafelspitz und Kartoffelsalat.

MIZNON Wien
Schulergasse 4,
1010 Wien

Öffnungszeiten
Montag bis Sonntag 12:00 bis 23:00 Uhr

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