Heuer steht ein Esel unterm‘ Weihnachtsbaum

Jedes Jahr aufs Neue stellt sich Anfang Dezember dieselbe Frage: Was schenkt man seinen Lieben zu Weihnachten? Der karitative Trend, das Schenken mit Sinn, bietet dabei neue Möglichkeiten zugunsten Minderbemittelter. Eine dieser Möglichkeiten ist, das Schenken eines Esels. 

Dabei soll es sich nicht um den hölzernen Esel aus der elterlichen Grippe handeln, sondern um einen echten, lebendigen Esel. Dieser Esel soll auch nicht den neuen Audi ersetzen, oder wirklich unter einem Weihnachtsbaum stehen. Denn dieser Esel soll Frauen in Äthiopien eine Freude bereiten und ihnen ihre Arbeit erleichtern. Caritas hat hierfür eine Initiative erschaffen, welche mit dem Slogan „Einen Esel für den Fortschritt“ Spenden sammeln möchte, um afrikanische Frauen zu unterstützen.

„Frauen in Äthiopien müssen jeden Tag in stundenlangen Fußmärschen Wasser holen und Feuerholz sammeln. Beides schleppen sie dann unter großen Anstrengungen in ihr Dorf. Ein Esel bedeutet für diese Frauen eine große physische Entlastung und erleichtert ihre tägliche Arbeit.“ – Caritas

Neben Ochs und Esel auch Schwein und Ziege

Während für 110 Euro ein Esel in Afrika bei der harten Arbeit helfen kann, können mit einer Spende von 30 oder 50 Euro auch eine Ziege oder ein Schwein, Menschen in Not helfen. Für das kleinere Budget kann auch um 20 Euro eine 5-köpfige Hühnerschar erworben werden, die das Leben einer äthiopischen Familie nachhaltig verbessern soll.

Hühnerschar zum Verschenken | Quelle: Caritas Shop
Hühnerschar zum Verschenken | Quelle: Caritas Shop

Die veganen Alternativen

Auch für vegane Schenk-Willige stellt der karitative Trend einige Möglichkeiten bereit, mit Sinn aber ohne Tiere zu schenken.

Das SOS-Kinderdorf bietet dabei mehre Möglichkeiten, wie das Fest der Nächstenliebe wieder seinem Namen gerecht wird:
Von Schulbüchern bis Lineale, über Brillen bis zu Schutzimpfungen, ist alles möglich. Verschiedene Spendenpakete können auf das eigene Budget abgestimmt und im Online-Shop verschenkt werden.
Dabei kann eine Spende einer bestimmten Person gewidmet werden. Durch die Möglichkeit eine Geschenkurkunde auszudrucken, geht dabei der oder die Beschenkte auch nicht leer aus.

Geschenkurkunde | Quelle: SOS-Kinderdorf
Geschenkurkunde | Quelle: SOS-Kinderdorf

Eine andere Möglichkeit bietet der Verein VinziRast. Mit „Adopt a Wish” können, wie der Name schon selbst erklärt, Wünsche von Bedürftigen in Wien “adoptiert” und erfüllt werden. Dazu werden auf der Facebook-Seite Wünsche gepostet und der oder die Schenk-Willige kann sich deren Wünsche annehmen.

Facebook-Wunsch-Aufruf|Quelle: Adopt a Wish
Facebook-Wunsch-Aufruf |Quelle: Screenshot Adopt a Wish

Unter dem Name „Weihnachtsfreude weitergeben“ springen auch die Wiener Tafel, die Linzer Tafel und die Vinziwerke Graz auf den „Sinnvoll-Schenken-Trend“ auf. Mit ihrer Spendenaktion rufen sie für Sachspenden zugunsten Armutsbetroffener und Kinder auf. Schenkwillige können hierbei haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel und Babyartikel in den zahlreichen MyPlace-Standorten in Wien, Linz und Graz abgeben.

Vorplanen ist die halbe Miete: Weihnachten 2017 ist gesichert

Die Idee, Weihnachten zu nutzen um benachteiligten Kindern eine Freude zu bereiten, verfolgt die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ schon seit 1993. Und zwar mit Erfolg. Bereits über 130 Millionen Kinder in rund 150 Ländern konnten sich in den letzten Jahren über Weihnachtsgeschenke in Schuhkartons erfreuen.

Die Frist der Schuhkarton-Abgabe ist für Weihnachten 2016 schon abgelaufen. So dürfen sich benachteiligte Kinder heuer über rund 3.000 Geschenke alleine aus den deutschsprachigen Ländern freuen.

Wer diesen Abgabeschluss verpasst hat, kann jedoch schon für Weihnachten 2017 online packen. Das Päckchen bringt dann eben erst in der nächsten Saison Kinderaugen zum Leuchten.

Weihnachten im Schuhkarton | Quelle: Geschenk der Hoffnung
Weihnachten im Schuhkarton | Quelle: Geschenk der Hoffnung

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