Bedingungsloses Grundeinkommen- ein Volksbegehren

Die private Initiative Generation Grundeinkommen will nach der Volksabstimmung in der Schweiz auch in Österreich ein Volksbegehren zum bedingungslosen Grundeinkommen anstoßen. Der Obmann des Vereins ist der Ex-Derivatenhändler Helmo Pape. Ende Jänner hat der Gründungskonvent in Wien stattgefunden. Jetzt müssen Unterstützungserklärungen gesammelt werden, damit das Volksbegehren starten kann.

Auf der Website von Generation Grundeinkommen kann man seine Unterstützung für die Idee eines Grundeinkommens ausdrücken. Damit wolle er sich ein Bild von der Lage in Österreich machen, so Pape.  Danach käme die Sammlung der Stimmen, um ein Volksbegehren zu starten. 8500 Unterschriften sind dafür nötig. Auf der Website haben bisher 2900 Menschen ihre Unterstützung signalisiert. Pape kann sich vorstellen, das Volksbegehren parallel zu den Nationalratswahlen 2018 zu organisieren.

Das Grundeinkommen

Utopie oder pragmatische Fairness für alle? Pape hält den Zeitpunkt für perfekt, um über das bedingungslose Grundeinkommen abzustimmen, berichtet der Standard vom Gründungskonvent. In ganz Europa rede man über das Konzept. Pape nennt keine konkrete Summe für das Grundeinkommen in Österreich, aber jeder solle mit „Menschenwürde“ leben können. Er selbst hat während der Finanzkrise begonnen, am bestehenden System zu zweifeln. In diesem Video erklärt Pape seine Vorstellung von einer fairen Gesellschaft:

Die Schweiz war dagegen

Die Schweizer haben erst letzten Juni gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen gestimmt. Trotzdem, 23 Prozent haben sich dafür ausgesprochen und das ist für die Initiatoren von „Generation Grundeinkommen“ ein Erfolg. Der deutsche Künstler Enno Schmidt, der auch an der Kampagne in der Schweiz beteiligt war, unterstützt jetzt die Initiative in Österreich.

Prominente Unterstützer

Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens polarisiert. Für viele Arbeitgebervertreter geht es in die völlig falsche Richtung. Die Idee und auch die österreichische Initiative haben aber prominente Unterstützer. Wie den DM- Gründer Götz Werner. Dieser tritt schon seit vielen Jahren für das Konzept eines „Bürgergeldes“ ein.

Versuche in Europa

Es gibt bereits einige Versuchsprojekte in Europa. Sie sollen zeigen, ob ein Konzept wie das Grundeinkommen zukunftsfähig ist und welchen Einfluss das bedingungslose Geld auf die Menschen hat, die es bekommen. In Finnland erhalten seit Jänner 2000 Arbeitslose statt Sozialhilfe ein Grundeinkommen in der Höhe von 560 Euro. In den Niederlanden läuft ein Versuch mit 300 Teilnehmern und 1000 Euro Grundeinkommen im Monat.

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