Multimedia-Journalismus im Zeichen der Ökologie

Zum dritten Mal fand die International School of Multimedia Journalism in Wien statt. Studierende aus Dänemark, Georgien, Österreich und der Ukraine arbeiteten eine Woche lang in Wien an Projekten rund um das Thema Ökologie.

Junge JournalistInnen aus Dänemark, Georgien, Österreich und der Ukraine. Foto: Judith Prugger

Ein Perspektivenwechsel

Das Thema Ökologie ist  weitreichend. In fünf Kleingruppen versuchten die TeilnehmerInnen der International School of Multimedia Journalism (ISMJ) Antworten auf die Frage, wie Nachhaltigkeit gelebt werden kann, zu erarbeiten.

Unter den Augen erfahrener österreichischer JournalistInnen wurde im Rahmen des einwöchigen Projektes recherchieren, filmen und multimediales Storytelling geübt. Die Resultate sind so vielseitig wie die verschiedenen Nationen, die in ISMJ aufeinandertrafen und reichten von Lebensmittelverschwendung über Abfallwirtschaft bis hin zu Wassermanagement.

Die Studierenden sollen sich hier ein Netzwerk aufbauen aber auch voneinander lernen.

Eine Woche lang arbeiteten die Studierenden an ihren Projekten rund um das Thema Ökologie. Foto: Jens Lang

Storytelling mit Linius

Mitunter produzierten die Teilnehmer der International School of Multimedia Journalism zahlreiches Videomaterial  –  Straßenumfragen, Experteninterviews, Dokumentationen. Die Einbettung der produzierten Inhalte (daneben auch Podcasts, Animationen, Fotos und Infographiken) in das multimediale Storytelling stellte viele vor eine Herausforderung,

„Am Ende konnten wir den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr erkennen“, so Hannah Richlik von der FH Wien. „Die Aufbereitung der Geschichten mithilfe des Storytelling-Tools Linius war nicht immer ganz einfach. WordPress kannten ja viele schon, aber in Linius  muss man sich nochmal neu hineindenken – also um dann rauszufinden was wie und in welchem Format gut aussieht.“

rechts: Nikolaus Koller, Institutsleiter Journalismus & Medienmanagement Foto: Institut für Journalismus & Medienmanagement der FHWien der WKW

Geschichten und Helden

„Es war spannend zu sehen, wie der unterschiedliche kulturelle Background auch die Herangehensweise an Geschichten beeinflusst“, sagte die dänische Studentin Mette Nina Hindkjær Madsen. Für die KollegInnen aus der Ukraine stehe und falle eine Geschichte etwa mit dem Helden oder der Heldin. Wohingegen sich die österreichischen TeilnehmerInnen mehr auf die Daten und Fakten eines Sachverhaltes versteiften.

Genau um diesen Austausch geht es, erklärte Nikolaus Koller, Institutsleiter Journalismus & Medienmanagement an der FH Wien. „Die Studierenden sollen sich hier ein Netzwerk aufbauen aber auch voneinander lernen.“

Neben der Zusammenarbeit in den Gruppen veranstalteten die Organisatoren auch Ausflüge in die Redaktion des DerStandard und in das Rathaus. „Für mich war es neu, dass einfach jeder ohne Kontrolle in ein Rathaus eintreten kann“, sagt Alina Zhurben aus der Ukraine.

Foto: Institut für Journalismus & Medienmanagement der FHWien der WKW

Teil zwei in Lemberg

Der zweite Teil der Projektwoche wird im Juli in der ukrainischen Stadt Lemberg abgehalten, wo die Studierenden in denselben Kleingruppen ebenfalls das Thema Ökologie in Angriff nehmen werden.

„Es hat uns sehr gefreut, dass auch wir aus Dänemark und die Kolleginnen aus Georgien mit in die Ukraine fahren dürfen. Das hat sich erst im Laufe des Wien-Aufenthaltes herausgestellt“, so der dänische Student Klaus Præst Jaque Hansen. Dort werde man wohl auch als Team noch besser zusammenarbeiten.

Foto: Daniela Prugger

 

 

 

 

 

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