„Unser Theater ist gar keines!“

Das „kleinste Theater Wiens“ liegt unscheinbar versteckt in einem kleinen Keller in der Schwendergasse im 15.Bezirk. Auch wenn es seit vielen Jahren in erster Linie als Theaterschauplatz dient, war es ursprünglich als etwas mehr gedacht: Als ein Ort für Kulturveranstaltungen verschiedenster Art.

Doch woher kommt dieses winzige Theater?

Christian Faltl, der Betreiber des Theaters, spielte bereits in seiner Kinder- und Jugendzeit immer wieder Theater. Nachdem er seine Tätigkeit als Schullehrer abgelegt hatte, wollte er diese Tätigkeit nicht missen. Allerdings war kein Ort vorhanden, wo er eigene Stücke aufführen hätte können und Ilse, seine Frau, ihre Tanzperfomances. Daraufhin überraschte ihn Ilse mit einer gekauften Räumlichkeit nur ein paar Straßen weiter von ihrer Wohnung entfernt; ein kleiner Keller, der Problemlos zu einem Aufführungsort für Veranstaltungen jeglicher Art umfunktioniert werden konnte.

Als einige Freunde gleichzeitig ihre Idee einer eigenen Zeitung mit dem Namen „Altes Sackblatt“ präsentierten, entstand die Idee, einen eigenen Verein zu gründen und die Zeitung als Vereinszeitung herauszugeben.


Quelle: http://www.sacktheater.at/

Der „Freizeit & Kulturverein“

Aus diesen beiden Faktoren heraus entstand der „Freizeit & Kulturverein“ mit der Idee, dass Menschen ihre Freizeit dort verbringen können und Kulturveranstaltungen stattfinden. Zu aller erst gab es tatsächlich Clubabende. Diese haben sich jedoch nicht bewährt, weswegen Theaterabende entstanden, die seitdem laufend alle paar Monate stattfinden. Ob eine Sketchparade, eine Mittelaltergeschichte oder ein Komödienspiel, diese sind entweder vom Gründer oder von den Darstellern verfasst.

Auch in diesem November stand eine Aufführung auf dem Plan: die alljährlichen „Santa Claus“ Sketches; eine Sketchparade mit dem Thema Weihnachten; wobei jedes Jahr für diese Parade neue Sketches geschrieben werden. Z.b. die Geschichte einer Zugfahrt, in dem ein Kunstliebhaber auf eine einfach gestrickte Ländlerin trifft und eine verworrene Diskussion über Schiller und seine Dichtungen ausbricht. Dabei reden beide aneinander vorbei und es entstehen verschiedene Verwechslungen, die das Publikum bei den Aufführungen erheiterten.


Quelle: Eigenes Foto

Zwischen den einzelnen Sketchen kommen auch jedes Jahr neu einstudierte Tänze in das Programm.
Weiteres steht im Jänner eine weitere Sketchparade an.

Auf diese Art und Weise besteht das Theater weiter, wobei sich durchaus auch andere Veranstaltungen ergeben, wie z.b. eine Lesung. Zudem finden immer wieder Kurse für Ballett-Gymnastik statt. Deshalb schreibt  Christian Faltl in der Geschichte über das Theater: „Unser Theater ist gar keines!“.

Quellen/Zum Weiterlesen:
http://www.sacktheater.at/

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