Kickboxen im fliegenden Klassenzimmer

Ein neues Jahr bringt neue Vorsätze: Mehr Sport zu treiben, ist einer davon. Doch Sportkurse sind oft teuer und unpersönlich, genauso die Benützung des Fitnesscenters. Der Kickbox-Workshop der #openschoool ist keines von beiden.

Die #openschoool ist ein Projekt, das dazu ermutigen soll, Bildung aktiv mitzugestalten: Ein fliegendes Klassenzimmer, in dem jeder lehren und lernen kann. Seit kurzem gehört zum Workshop-Angebot auch ein Kickbox- und Ausdauertraining. Offen ist das Training für alle Interessierten, bis zu zwölf Personen können daran teilnehmen.

Trainiert wird mehr oder weniger regelmäßig im ersten Bezirk nahe Schwedenplatz. Dort hat die #openschoool in den Räumlichkeiten der KO-Alte Burse – einer Kinder-, Jugend- und StudentInnenorganisation – Wurzeln geschlagen.

Der Kickbox-Trainer Hadi Jaferi nimmt seine Aufgabe ernst: Wer zu viel jammert, darf ein paar zusätzliche Liegestütze machen – angeblich motivationsfördernd. Trotz des anstrengenden Trainings bleibt für die Lehrenden und Lernenden Zeit, sich kennenzulernen und auszutauschen.

Orte der Offenheit und Integration      

Der Austausch ist ein wesentlicher Teil der Projektidee der #openschoool (mit drei O’s), die bereits 2015 im Rahmen der Biennale entstanden ist. Die drei O’s stehen für Offenheit, Orientierung und die Überbewertung der Orthogravie [sic] und werden im Manifest der #openschoool erklärt. Die Kurse sollen Raum schaffen, in dem Menschen von- und miteinander lernen können, unabhängig von Herkunft oder Bildungsgrad und ohne Gegenleistungen.

Sketch des Konzepts openschoool
Bildungsraum zum Lernen und Lehren (c) #openschoool

Inzwischen hat sich das Projekt weiterentwickelt – durch die Mitwirkenden und mithilfe neuer Kooperationspartner. „Momentan arbeiten wir eng zusammen mit dem Verein Vielmehr für Alle! und der KO-Alte Burse. Wir wollen ein Netzwerk schaffen und so die Community vergrößern“, sagt Anna Schreilechner, eine der Organisatorinnen der #openschoool.

Wissen einfach vernetzen

Das Internet spielt eine zentrale Rolle für das Konzept der #openschoool. Nicht nur ist es Symbol für den freien Wissenszugang, sondern es ermöglicht auch eine Plattform, über die der Wissensaustausch koordiniert wird: Auf der Website kann sich jeder für Workshops anmelden, eigene Kurse anbieten oder Wünsche für zukünftige Kurse einbringen.

Die Bedingungen für die Kurse legen die Workshopleiter selbst fest. Allgemein gilt jedoch, dass die Teilnahme niederschwellig sein soll. „Wir wollen die Workshops so gestalten, dass sie für alle offen sind“, sagt Schreilechner. Thematisch ist alles erlaubt – neben Sportkursen wie Kickboxen bieten Lehrende zum Beispiel auch Sprachkurse oder Kreativkurse an.

Wissbegierige können sich aber nicht nur digital vernetzen: Einmal im Monat veranstalten die Organisatoren eine Wunschbörse, bei der unter anderem gespielt, geplaudert und gespeist wird. Gemeinsam schmieden die Besucher auch Ideen für neue Workshops – ganz nach dem Motto der #openschoool: „Jede*r weiß was, jede*r kann was!“

 

Beitragsbild (c) Winnie Wendelin

Weitere Informationen zum Projekt: #openschoool 

Kickboxtraining
Nächster Termin: 21.01.2017

Wunschbörse
Nächster Termin: 12.01.2017

 

 

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