Humorvolle und blutige Weltpremiere: Jack vs. Josephine

„Der Job is‘ a nimma des, wos er mol wor“, sagt eine Prostituierte zu ihrer Kollegin im Film Jack vs. Josephine. Kurze Zeit später ist sie tot. Ihr Mörder Jack weißt Ähnlichkeiten mit „Jack the Ripper“ und Jack Unterweger auf. Wen er noch umbringt und was mit ihm dann geschehen wird, erfahren Zuschauer am Freitag im Gartenbaukino Wien bei der Weltpremiere des Films Jack vs. Josephine.

„Du gschissenes Oaschloch, schod das i net scheißn muss.“ Mit diesen Worten wird der Tote Jack von einem betrunkenen Friedhofsgärtner zum Leben erweckt. Warum wird nicht gesagt, was folgt ist aber eine Reihe grausamer Morde an Prostituierter in Wien.

Um diesem Alptraum ein Ende zu setzten, wenden sich einige verängstigte Dirnen an eine Voodoo-Priesterin. Diese lässt Josephine, die berühmteste Gesellschaftsdame der Nacht in den 80ern, auferstehen. Was zur Folge hat, dass Jack unbemerkt von ihr gejagt wird, während er seinen nächsten Mord plant. Im Schlussakt stehen sich die beiden endlich gegenüber.

Wer wird den Kampf gewinnen: Jack oder Josephine? © Jack.versus.Josephine – official facebook-page, 2018

Jack wird von Helmut Hochegger verkörpert und Barbara Bondi schlüpft in die Rolle der Josephine. Beide überzeugen das Publikum mit ihrer schauspielerischen Darbietung. Kaum zu glauben, dass es sich um Laienschauspieler handelt.

Schwarzer Humor vom Feinsten
Heitere Szenen voller Wiener Schmäh’ wechseln sich mit Aufregung und angewidertem Entsetzen ab. Wenn man glaubt, verrückter geht es nicht mehr, taucht plötzlich irgendwo ein Gorilla oder eine sadistische Religionslehrerin auf.

Der Kinosaal im Gartenbaukino mit 736 Sitze © 2018 GARTENBAUKINO

Das Drehbuch zu dieser österreichischen Horror-Komödie schrieb Rudolf Ehrenreich. Vor zwei Jahren saß er gemeinsam mit Freund und Film-Regisseur Lukas Fuchs im Stammlokal „Cafe Romeo“. Dort entstand die fiktive Geschichte rund um den Serienkiller Jack, seinem roten Ford Mustang (Baujahr 1969) und der Rotlichtdame Josephine.

„Ich wäre enttäuscht, wenn nicht der eine oder andere den Kinosaal vorzeitig verlässt“, sagte Drehbuchautor Ehrenreich im Vorfeld. Der Film ist nichts für schwache Nerven. Zum Beispiel ermordet Jack in einer Szene eine Prostituierte mit einem Stabmixer.

Der erst 27-jährige Regisseur Fuchs ist offensichtlich ein Fan des Star-Regisseurs Quentin Tarantino und pfeift bewusst auf politische Korrektheit. Jack vs. Josephine ist sein erster Film und definitiv nicht der Letzte: „Ein Sequel ist nicht ausgeschlossen“, sagt Fuchs im Interview mit studentenleben.

Das Bier zum Film -Biermanufaktur Rodauner © Silvana Strieder, 2018

Wer auf Jack vs. Josephine neugierig geworden ist, kann sich mit dem speziell für diese Horror-Komödie gebrauten „Strizzi Bier“ der Biermanufaktur Rodauner Mut antrinken.  Wo es diese Biere zum kaufen, bestellen und genießen gibt, sehen Sie hier.

Auf der Facebook-Seite von Jack vs. Josephine werden in den kommenden Tagen weitere Kinotermine bekannt gegeben. Mehr Informationen zum Film gibt es auch auf der offiziellen Webseite.