Signale 18: Musikalisch gegen Rechts

Ein buntes Line-up erwartet die Besucher des Festivals Signale 18. Künstler wie Christiane Rösinger, Gustav, Fauna und die Signale Band, treten am Mittwoch den 19.12 in der Arena Wien auf, um ein Zeichen für den Zusammenhalt zu setzen. Außerdem gibt es Workshops zu zivilem Ungehorsam und antirassistischer Zivilcourage.

Eigentlich ist die Festivalzeit vorbei, nicht aber für die Veranstalter der Signale 18. .„Musik politisch machen“ ist das Motto des politischen Musikfestivals, das am Mittwoch 19.12  in der Arena stattfindet. Angefangen hat alles mit dem Label-Gründer Bernhard Kern. Der Betreiber von Siluh Records hat Anfang des Jahres ein Mail ausgeschickt, an alle Leute die er aus dem Musikumfeld kennt. Der Grund: sich gemeinsam gegen die aktuelle politische Situation zu solidarisieren. Entstanden ist das linke Musiker*innenrat Netzwerk und das politische Musikfestival Signale 18.

Das linke Muisker*innenrat Netzwerk

Das Netzwerk ist eigentlich eine offene Onlineplattform, der sich jede und jeder anschließen kann. Es geht darum, gemeinsame Aktionen zu organisieren und politisch aktiv zu werden. Das Kollektiv will an die positive Stimmung der Zivilgesellschaft, die es zum Beispiel bei den aktuellen Donnerstagsdemos gibt,  anknüpfen und und sich gegenseitig motivieren, aktiv zu werden.

„Ein wichtiger Aspekt vom Netzwerk ist die Motivation aufrecht zu erhalten überhaupt etwas zu tun. Der Schweinehund ist groß, das Wetter ist kalt. Die Demos zum Beispiel, man denkt sich: boah ich hab einen Kater, will ich da wirklich hingehen –  aber dann kommt das Mail und darin steht wir treffen uns dort um diese Uhrzeit.“ sagt Oliver Horvath vom linken Musiker*innenrat Netzwerk.

Oliver Horvath. Foto: Christian Benesch

Ein buntes Line-up und Workshops

Indie, Punk, elektronische Beats und Hiphop – bei dem politischen Musikfestival ist für jeden Geschmack etwas dabei. Punkbands wie Gustav und Schapka, zählen ebenso zu den Headlinern wie die Berlinerin Christiane Rösinger, der politische Hiphop Act Femme DMC und Elektro-Musikerinnen, wie Fauna. Außerdem wird eine eigene Signale-Band auftreten, bei der unter anderem Clara Luzia, ESRAP und Manuel Rubey dabei sind.   DJ-Sets  von  Bad&Bouiee, Schiceberg, Flora Randale  und einige mehr vervollständigen das Musikprogramm.

Die Veranstalter haben bewusst auf Vielfalt gesetzt: „Das war uns auch sehr wichtig, dass es möglichst divers ist. Nicht nur vom Hintergrund der Leute her, sondern auch von den Genres und von den Szenen, die damit verknüpft sind.“ sagt Horvath.

Die Musik ist aber nicht der einzige Höhepunkt der Veranstaltung. Die Signale-Crew hat zwei Workshops organisiert, um „gegen die Ungerechtigkeit auftreten zu können“ wie es auf der Homepage heißt. In den Workshops „Rechtsgrundlage für antirassistische Zivilcourage“ und „Go.Bloc.Act. Aktionstraining für zivilen Ungehorsam“ lernen die Teilnehmer, welche rechtlichen Möglichkeiten sie etwa bei Demos und Polizeikontrollen haben. Die Teilnehmer lernen aber auch mutig zu sein: „Ich kann mich vor diesem Kiberer hinstellen und sagen: na tschuldige, so nicht.“ sagt Horvath „Es hat auch viel mit Scham zu tun. Vielleicht ist es einem peinlich, bei einer Demo am Boden zu sitzen oder bei der Demo laut zu schreien.“ Die Anmeldung zu den Workshops erfolgt online.

Feiern für den guten Zweck

Die Eintrittskarten kosten 15, 20 oder 30 Euro. Jeder kann selbst entscheiden, wie viel er für das Festival bezahlen will. Die Karten gibt’s online, in der Arena und bei Mitgliedern des linken Musiker*innenrat Netzwerks. Der Gesamterlös der Veranstaltung geht an drei Organisationen: maiz, ein Verein zur Unterstützung von Migrantinnen, Mosaik, eine antifaschistisches Onlinemedium und an den LGBTQ-Verein QueerBase. Das ist ein Signal gegen die Förderungskürzungen der Regierung.