Hier kommt ihr ins Schwitzen: Wiens Sportangebote zum Jahresstart

Das neue Jahr beginnt und das alte hat seine Spuren hinterlassen – zumindest auf unseren Hüften.  Studentenleben bietet euch eine Übersicht, wo ihr die ungewollten Kilos schnell und günstig wieder loswerden könnt. Der Spaß bleibt dabei nicht auf der Strecke.

Zwischen Weihnachten und Neujahr essen wir jede Menge Kekse, fettige Braten und andere Leckereien. Dazu kommt reichlich Alkohol. Kein Wunder also, dass viele nach den Feiertagen ein bisschen mehr auf den Rippen haben – ein halbes bis ein Kilo ist es im Durchschnitt.

Am 1. Jänner sind dann die Vorsätze groß, dieses Mal sportlich und gesund ins neue Jahr zu starten, um im Sommer die perfekte Lifestylemagazin-Strandfigur zu haben. Studentenleben hat Angebote gesammelt, mit denen man nicht nur Kalorien verbrennt, sondern auch viel Spaß für wenig Geld hat.

Der traditionelle Weg

Wer es klassisch mag, ist im FitInn richtig. Es bietet nicht viel Schnickschnack, zählt dafür aber zu den günstigsten Fitnessstudios Wiens. Normal zahlt jeder 19,90 Euro im Monat, zum Jahresbeginn gibt es ein Angebot um 9,90 Euro. Für Studierende mit kleinem Budget ist das ideal. Wer ohne großen Luxus Muskeltraining und ein wenig Ausdauersport betreiben will, ist hier richtig. Einsteigern helfen außerdem Videos, die die richtige Ausführung der Übungen zeigen. Sie können über QR-Codes an den Geräten abgerufen werden. Weit hat man es außerdem nicht: In 16 der 23 Wiener Bezirke gibt es insgesamt 22 Studios.

Für viele sind Fitnessstudios zu Jahresbeginn die erste Wahl. „Dass gerade im Jänner viele durch das neue Jahr motiviert sind, spiegelt sich auch in den Neuanmeldungen wieder“, sagt Lobna El-Khenany vom Fitnessstudio Holmes Place.  (Foto CC BY 2.0 Marco Verch)

Speziell auf stärkendes Kraft- und Rückentraining hat sich Kieser Training spezialisiert. Perfekt also für Studierende, die lange Stunden auf Bildschirme starren. Bis Ende Jänner wirbt das Studio mit einem vergünstigten Preis von 60 Euro pro Monat. Das ist nicht ganz so billig, dafür bekommt man eine umfassende Einführung zur richtigen Ausführung. Jedes zehnte bzw. zwanzigste Mal wird von einem Trainer kontrolliert, ob die Übung richtig sitzt. Und: Mit etwas Glück trifft man hier Altbundespräsidenten Heinz Fischer.

Mit Tanz fit werden

Für wen Krafttraining nichts ist, der kann sich in einem der Wiener Tanzstudios umsehen. Das Vienna Dance Center bietet im 3. und 23. Bezirk einen Semesterkurs um 199 Euro. Damit kann einmal wöchentlich für vier Monate eine Tanzklasse besucht werden. Von Jazzdance, über Hiphop und Breakdance ist alles dabei.
Im beat1060 in der Nähe des Westbahnhofes kann man ebenfalls Jazzdance und Hiphop tanzen, zusätzlich gibt es Ballett- und Trainings für das Bindegewebe. Der Zehnerblock ist um um 140 Euro erhältlich.

Riesige Auswahl zu günstigen Preisen

Alt bewährt ist das Universitätssportinstitut, kurz USI. Für Studierende bietet es unschlagbar günstige Kurse in so ziemlich jeder erdenklichen Sportart. Von A wie Armbrustschießen bis Z wie Zirkusschule bietet das USI über 290 verschiedene Kurse. Für das Sommersemester beginnt die Anmeldung am 19. Februar – schnell sein lohnt sich, viele Kurse sind beliebt und in kurzer Zeit ausgebucht. Die Anmeldung erfolgt am online oder mit einem Zettel, den man am USI vor Ort ausfüllt.

Alternativen abseits der Klassiker

Wer sich ohne Action nicht aufraffen kann, für den sind ausgefallene Sportangebote vielleicht das Richtige: Das FlipLab bietet auf 2.500 Quadratmetern zahlreiche Trampoline und diverse Parcoursangebote. Für 176 Euro gibt es einen Zehnerblock, mit dem man sich ausgiebig im Indoorspielplatz austoben kann.
Das funktioniert auch beim Bubblefootball-Team des USIs: Dort kann man Fußball in einer riesigen, mit Luft gefüllten Kugel Fußball spielen. Für 21 beziehungsweise 27 Euro für ein Semester kommt damit garantiert jeder ins Schwitzen. (Um den Sport mit Freunden auszuprobieren, kann man sich bei BubbleSports auch die komplette Ausrüstung für ein eigenes Spiel mieten, das ist mit happigen 30 Euro pro Person und Stunde allerdings recht teuer.)

Wie Fußball, nur in überdimensionalen Plastikkugeln – beim Bubble Football schwitzt jeder. (Foto CC BY 2.0 John Loo)
Antrieb durch Gleichgesinnte

Wem das zu teuer ist und wer ohnehin Gesellschaft braucht, um aktiv zu werden, der hat vermutlich beim  Lauftreff Wien Spaß. Jeden Dienstag trifft sich eine Gruppe von Läufern im Prater, um gemeinsam fit zu werden. Das Ganze ist kostenlos und jeder ist willkommen.
Nach demselben Prinzip treffen sich Sportler von Parcour Vienna jeden Sonntag am Schwedenplatz, um den Outdoorsport gemeinsam zu trainieren. Auch Anfänger sind willkommen und werden von erfahreneren Sportlern begleitet. Das Training findet bei „jedem Wetter und auch kurz nach der Apokalypse“ statt, schreiben die Veranstalter.

Was man beachten sollte

Ausreden gibt es also keine, um auch dieses Jahr wieder auf der Couch sitzen zu bleiben. Wichtig ist, es dann aber auch nicht zu übertreiben. Radikale Abnehmversuche sind weder langfristig erfolgreich, noch gesund für Körper und Seele – der Spaß sollte stattdessen im Vordergrund stehen. Regenerationsphasen sind wichtig, genauso wie genug Zeit für Aufwärmen und Dehnen.
Hilfreich beim Beginnen eines neuen Sportes ist außerdem, sich
Rat von erfahrenen Sportlern zu holen. Damit bleibt der Spaß am neuen Hobby auch über die Neujahrsvorsätze hinaus bestehen.

 

Titelbild: CC BY 2.0 Marco Verch