Marketing Meets: die Gründerszene

Der eigene Chef sein, das Chaos beherrschen und sich selbst verwirklichen, kurz: ein eigenes Startup. Der MSC Marketing Club der WU veranstaltete am 18. Jänner das Event „Marketing Meets Startups“. Es standen Erfolgsgeschichten von GründerInnen, eine Podiumsdiskussion und Networking auf dem Programm. Weitere Events sind geplant.

Wie sieht die Gründerszene in Österreich aus? „Aktuell werden jährlich 200 bis 250 erfolgreiche neue Startups gegründet. Die GründerInnen sind dabei zwischen 25 und 39 Jahre alt. Interessant ist, dass 75 % der Menschen in der Startup-Szene einen Universitätsabschluss haben“, erklärt Kerstin Schleinzer, Programm Managerin des WU Gründungszentrums. Das Thema Digitalisierung ist 2019 das Top-Thema, wenn es ums Gründen geht. Studentenleben Wien hat für Dich die Tipps der Top-GründerInnen zusammengetragen.

„Bei einem Startup geht es darum, ein Problem zu lösen oder eine neue Idee zu realisieren“, sagt Schleinzer.

(c) Eva Klauser

How to: Start-Up

Nikolaus Bauer, war noch ein Teenager, als er mit 18 Jahren mit einem Freund sein erstes Startup gegründet hat.  taskrookie ist eine Vermittlungsplattform für kleine Dienstleistungen . Seine Stammanlagen hat sich Bauer über seine Ferialpraktika selber zusammengespart. Aus der Schule raus und rein in das Leben eines Geschäftsführers. Für Bauer ist die Einfachheit die Geheimzutat zum kunterbunten Marketing-Rezept. „Ein gutes Geschäftsmodell ist simpel. Gleichzeitig gibt es viele verschiedene Wege ein Problem anzugehen. Probiere es einfach aus“, sagt der mittlerweile 20-Jährige in seiner Keynote Präsentation.

Wenn die Themen Startup und Gründertum auftauchen, ist nicht selten vom Brutkasten die Rede. Philip Hofmacher ist Head of Sales bei  Brutkasten, Österreichs erster multimedialer Plattform für Startups, die digitale Wirtschaft und Innovation versorgt Interessierte täglich mit News zu den oben genannten Themen.  Sein Tipp: „Finde deinen USP (dein Alleinstehungsmerkmal). Dadurch hebst du dich von anderen ab. Das ist besonders in der Gründerszene wichtig.“

Petra Dobrocka von byrd sieht den Erfolg von Startups in der „fail fast“-Strategie: „Das Geheimnis des Erfolgs liegt im Wandel. Lerne dazu, verändere dich. Wer festsitzt hat keine Chance zu Überleben.“  Diese Strategie ist besonders bei jungen Gründern sehr beliebt.

(c) Eva Klauser

„Du bist wichtig“

Dieter Rappold hat mit Speedinvest Pirates sein erstes eigenes Startup gegründet. „Wenn es ums Gründen geht, ist es wichtig, deine Expertise einzusetzen. Die muss natürlich zuerst gefunden werden“, erzählt Rappold. Für den Startup-Coach Florian Bräuer ist Positivität essentiell:“Konzentriere dich auf die guten Sachen. Gründen ist hart genug.“ Der Traum vom Gründen liegt bei vielen im Wunsch nach Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. „Ich wollte etwas verändern.“ Mit diesen Worten beginnt Leonard Pleschberger seine Präsentation. Er ist der Marketing Chef von refurbed, einem Marktplatz für erneuerte Produkte im deutschsprachigen Raum.

(c) Eva Klauser

Die Master des Marketings

Der MSC Marketing Club ist von Studierenden des Masters „Marketing“ für Studierende.  Der Austausch zwischen Experten und Studierenden steht dabei im Fokus. „Wir haben mit dieser Veranstaltungsreihe etwas ins Leben gerufen, dass nicht nur für WU-Studenten ist. Daher sind die Marketing Meets Events für alle Studierenden offen, die sich für das Thema Marketing und seine Facetten interessieren“, sagt Eva Klauser, Alumni und Gründerin der „Marketing Meets“-Veranstaltungsreihe im Gespräch mit studentenleben. Der Präsident des MSC Marketing Clubs Maximilian Müller möchte die Veranstaltungsreihe ausbauen. „Der Andrang ist sehr groß. Wir versuchen immer größere Räume zu bekommen. Unser Ziel ist es, zwei Mal im Semester ein „Marketing Meets“- Event zu organisieren. Momentan gibt es nur eines.“ Das interdisziplinäre Lernen ist den beiden wichtig. Nicht nur starr in einem Bereich verweilen, sondern auch einmal über den Tellerrand blicken. Das ist das Motto der „Marketing Meets“-Veranstaltungsreihe.

Diese Geschichten sind nur wenige von vielen. Sie zu hören macht Mut. Denn so hart das Pflaster der Startup-Straße auch sein mag: Es gibt immer einen Grund, zum Gründen.