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Coppélia – Lasst die Puppen tanzen!

Mit tosendem Beifall endete am 27. Januar die Premiere des Balletts Coppélia. Die Uraufführung fand 1870 in Paris statt, trotzdem ist die Thematik aktueller denn je. Coppélia zählt zu den großen Meisterwerken der klassischen Ballett-Geschichte. Die Vorführung an der Volksoper Wien ist deshalb so besonders, weil nach historischen Entwürfen gespielt wird.

Coppélia (griech. junge Frau) ist der Name einer lebensgroßen Puppe, die der Magier Coppélius zum Leben erwecken will. Die hübsche Swanilda versucht diesen Plan zu verhindern. Sie ist mit Franz verlobt, der sich in die Puppe Coppélia verliebt hat.

Der Magier Coppélius versucht die Puppe Coppélia zum Leben zu erwecken © Volksoper
Der Magier Coppélius versucht die Puppe Coppélia zum Leben zu erwecken © Wiener Staatsballett/Ashley Taylor

Als Vorlage des Balletts in drei Akten dient das Werk „der Sandmann“ (1816) von E.T.A. Hoffman. Was im 19. Jahrhundert noch ein Traum war, ist heute bereits Realität: Puppen bzw. Roboter, die zu menschlichen Wesen werden. Die Auswirkungen dieser Erfindung werden im Ballett Coppélia sichtbar. Die junge österreichische Solotänzerin Natascha Mair, verzaubert noch bis zum 14. März 2019, das Publikum in der Hauptrolle der Swanilda.

In Österreich war Coppélia zum letzten Mal 2006 an der Staatsoper zu sehen. Dreizehn Jahre später ist es endlich wieder soweit: Ballettdirektor des Wiener Staatsballetts Manuel Legris, bringt das beliebte Meisterwerk wieder nach Wien. Choreograph Pierre Lacotte rekonstruierte die Originalversion von Arthur Saint-Léon und verlangt dabei seinen Tänzern alles ab.

Jahrelang eintrainierte fließende sanfte Bewegungen werden für die Darstellung der Puppen durch teils abgehackte roboterartige Bewegungen ersetzen. Das bunte Bühnenbild und die aufwendigen Kostüme laden zum Träumen ein. Die Bewegungen der Tänzer verschmelzen förmlich mit der Musik des Live-Orchesters, unter Dirigent Simon Hewett. Die stimmige romantische Musik ist dem französischen Komponisten Léo Delibes zu verdanken. Er verleiht den Haupttänzern des Wiener Staatsballetts, Alexis Forabosco (Coppélius), Denys Cherevychko (Franz) und Natascha Mair (Swanilda), den gewissen Ausdruck.

Natascha Mair (Swanilda) und Denys Cherevychko (Franz) verzaubern das Publikum © Wiener Staatsballett/Ashley Taylor
Natascha Mair (Swanilda) und Denys Cherevychko (Franz) verzaubern das Publikum © Wiener Staatsballett/Ashley Taylor

Wer wissen will, ob Swanilda ihren Franz heiratet oder ob die bezaubernde Puppe Coppélia zum Leben erwacht, findet die Antworten in einer der kommenden Ballettvorführungen:

  • 6. Februar 2019 (19:00 Uhr)
  • 16. Februar 2019 (18:30 Uhr)
  • 19. Februar 2019 (19:00 Uhr)
  • 5. März 2019 (19:00 Uhr)
  • 10. März 2019 (19:00 Uhr)
  • 14. März 2019 (19:00 Uhr) 

Tickets für die lustige Liebesgeschichte Coppélia gibt es unter anderem auf der Homepage der Volksoper Wien.

Als Vorgeschmack gibt es hier noch einen kurzen Trailer der Volksoper Wien zum Werk Coppélia: