Unsere Insel sauber halten

Ab auf die Insel: Gemeinsam zamräumen!

4.200 Kilogramm Plastik werden jeden Tag durch die Donau in das Schwarze Meer gespült. Das soll und muss nicht sein, findet Elizabeth Toth, Begründerin der „Green Heroes“. Sie hat kurzerhand die Donau-Aufräumaktion in Wien gestartet. Am 16. November findet die letzte Reinigungsaktion für 2019 auf der Donauinsel statt. Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht.

Rund 2.900 Kilometer ist die Donau lang, von ihrem Ursprung in Deutschland bis zu ihrem Auslauf im Schwarzen Meer durchfließt sie zehn Länder und die Verunreinigung im Wasser steigt mit jedem Kilometer. „Durch die Verunreinigungen konnte man ab Ungarn in der Donau nicht mehr schwimmen“, sagt Elizabeth Toth. Erst seit einigen Jahren, als Reinigungsmaßnehmen im Bereich der ungarischen Donau umgesetzt wurden, ist das wieder möglich. Durch das Donau Delta schließlich gelangt der Plastikmüll ins Schwarze Meer.

Plastik in der Donau „zufällig“ gefunden

Die ungeheuren Mengen an Plastik, die durch die Donau fließen, sind mehr oder weniger „zufällig“ zutage gekommen. Ursprünglich sollte die Menge der Fischlarven in der Donau festgestellt werden. Dabei fanden die Forscher heraus, dass mehr Kunststoffteile als Fischlarven in der Donau sind.

Die Folgen von Plastik in den Ozeanen sind aufgrund der komplexen und umfangreichen Problematik schwer abzuschätzen. Laut „Global 2000“ sterben jährlich eine Million Vögel und 100.000 Meeressäuger an den Folgen. 

Unscheinbare Gefahr: Der Tschickstummel

Viele denken sich nichts dabei, wenn sie den Zigarettenstummel wegschnippen. Die Konsequenz ist aber durchaus nachhaltig. Der Filter des Stummels zerfällt zu Mikroplastik und setzt die Giftstoffe darin frei. So reicht laut einer US-Studie bereits ein Zigarettenstummel pro Liter Wasser aus, um die Hälfte der darin lebenden Fische zu töten. Um sauberes Wasser zu verunreinigen, reicht ein Stummel für rund 1.000 Liter Wasser aus.

Plastik sammeln, Hoffnung schöpfen

„Waschbecken, E-Roller, Zigarettenstummel, Spraydosen und Waschmaschinen, wir haben schon alles Mögliche gefunden“, sagt Elizabeth Toth. Das Negativ-Highlight: Mehrere Flaschen Motoröl, die  direkt an der Donau liegen gelassen wurden.

Was auf der Donauinsel nicht aufgesammelt wird, landet früher oder später in der Donau und endet schließlich im Schwarzen Meer.

Für Elizabeth Toth sind die ernormen Verschmutzungen kein Grund, um aufzugeben, im Gegenteil. Sie hat 2018 Jahr die  „Green Heroes“ ins Leben gerufen und bereits mehrere Aufräumaktionen durchgeführt. Der Trend geht in die richtige Richtung: Bei der ersten Aufräumaktion kamen 33 Freiwillige, heute sind es bis zu 200 und je Aktion werden etwa 250 Kilogramm Müll eingesammelt. Und natürlich könntest auch Du mithelfen, es geht ganz einfach: Unten auf den Link zur Anmeldung klicken, am besten Gartenhandschuhe einpacken, ein Sackerl mitnehmen und ab gemeinsam die Donauinsel aufräumen.

2018 wurden die „Green Heroes“ von Elizabeth Toth, 4 v.l., gegründet.

ZEIT: 16. November um 10:30 Uhr
TREFFPUNKT: U1 Station DONAUINSEL (Ausgang Donauinsel)
ABLAUF: 10:30-12:30 Cleanup

Hier klicken zur Anmeldung