Was am Ende bleibt…und am meisten zählt

Jungautorinnen Marija Barišić und Laura Fischer veröffentlichen ihr erstes Buch „Was am Ende bleibt”. Sie sprachen mit Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt über die Liebe und schrieben die Geschichten nieder. Am 31.10 fand die Buchpräsentation in einer Buchhandlung statt. 

Was am Ende bleibt – Geschichten über die Liebe”, ist der Titel des im Edition a Verlag erschienenen Buches von der erst 21-jährigen Laura Fischer und ihrer Co-Autorin Marija Barišić (25). Einen Sommer lang haben sie Menschen in Altersheimen, Hospizeinrichtungen und Palliativstationen über das Thema Liebe interviewt. Die Erzählungen der Befragten werden in der Ich-Perspektive wiedergegeben und handeln davon, was die Liebe mit ihnen gemacht und was sie hinterlassen hat. Die meisten der Geschichten, die von erschütternden Kindheitserinnerungen bis hin zu Verlusten und Affären handeln, sind anonymisiert.      

Die Buchpräsentation bei Thalia. Foto: Denise Samer
Persönliche Einblicke                 

Laut Marija Barišić haben manche Interviews sehr nachdenklich gemacht, doch das Bild, das man von Sterbenden hat, hat sich für sie nicht bestätitgt. Die Leute wissen, dass ihnen nur noch wenig Zeit bleibt, jedoch ging es in den Gesprächen nie darum. Natürlich hört man berührende Geschichten, die einen mitnehmen, doch man erfährt auch von positiven Erlebnissen. Es geht einfach darum, was sie erlebt haben.”  Sie ist dankbar, dass sich die Menschen ihr gegenüber so geöffnet haben und denkt auch, dass die Befragten selbst dankbar waren, dass jemand gekommen ist, der Interesse an ihrem Leben gezeigt und Fragen darüber gestellt hat. 

Die Entstehungsgeschichte

Die beiden FH-Absolventinnen haben das erlebt wovon viele, aufstrebende JungautorInnen wahrscheinlich träumen – der Verlag selbst, ist auf sie  zugekommen. Während ihres Journalismus Studiums an der Fachhochschule der Wirtschaftskammer Wien, konnten sie einen ihrer Lektoren von ihrem literarischen Talent überzeugen. Er leitete ihre Kontakte an einen Verleger weiter. Die Entstehung war eher unromantisch”, sagt Marija Barišić über die Themenfindung des Werkes der Verlag hat nach jungen AutorInnen gesucht, die das Thema umsetzen wollen. Man wird ja nicht jeden Tag gefragt, ob man ein Buch schreiben will. Also haben wir natürlich ja” gesagt.” Lachend ergänzt sie, dass die  beiden Jungautorinnen das Thema selbstverständlich auch interessiert hat.

Die Autorinnen beim Signieren ihrer Bücher. Foto: Denise Samer

 

Vom klassischen Verlag zu Self-Publishing

Wenn man jedoch nicht das Glück hat, Kontakte zu Verlagen zu pflegen oder schon viele Absagen für eingeschickte Manuskripte erhalten hat, bietet sich das Self-Publishing  (“Selbstverlag”) an. AutorInnen haben die Möglichkeit ihre Werke, unabhängig von einem Verlag, über Self-Publishing Plattformen selbst zu publizieren. Somit hat man die Freiheit, selbstständig über das eigene Werk zu entscheiden, aber zusätzlich auch die Aufgabe, die Prozesse der Bucherstellung zu übernehmen. Dazu zählen zum Beispiel auch die Covergestaltung und die Vermarktung des Werkes. 

Die deutsche Self-Publishing Plattform Books on Demand, welche auf dem Modell der Selbstpublikation von E-Books und “Print-on-Demand basiert, untersuchte 2016 zusammen mit der Hochschule für angewandtes Management Erding zum dritten mal die Entwicklung von Self-Publishing in Europa. Im Vergleich zur letzten Untersuchung (2014) hat sich die Anzahl der TeilnehmerInnen mit knapp 5.500 Autoren verdoppelt. Dabei können Hobby-, Berufs- und ExpertenautorInnen unterschieden werden. Laut Studie schreitet auch die Professionalisierung bei der Erstellung und Vermarktung der Bücher voran: Die Anzahl der AutorInnen, die mit einem Lektor zusammenarbeiten, stieg von 48 Prozent (2014) auf 60 Prozent an. Bei den BerufsautorInnen gaben 74 Prozent an, ein Lektorat zu nutzen und 71 Prozent, die Covergestaltung einem Grafiker zu übergeben. Außerdem werden selbstverlegte Titel, laut der Untersuchung, auch bei den befragten LeserInnen, aufgrund des gestiegenen Anspruchs der AutorInnen immer beliebter. Weiters wird bei der Auswahl der Bücher zudem nicht auf den herausgebenden Verlag geachtet, sondern eher der auf den Inhalt und den ersten Eindruck.

Das Buch. Foto: Denise Samer

“Was am Ende bleibt – Geschichten über die Liebe”  ist aktuell in allen Thalia-Filialen, sowie per Bestellung im Thalia Online Shop  erhältlich.