Space Burger, kann man das essen?

Der vegane Ernährungstrend boomt. Auch in Wien öffnen laufend vegane Restaurants ihre Türen für die Massen – die Nachfrage scheint da zu sein. Zu den Newcomern der Szene gehört Space Burger. Im Menü: bunte Buns und glitzernde Donuts.

Ab 08. November können die außergewöhnlichen Kreationen im Geschäftslokal am Hohen Markt im ersten Wiener Gemeindebezirk verkostet werden. Die veganen Patties werden in Österreich hergestellt, die bunten Brötchen sind glutenfrei. Das Sortiment des Fast Vood (V für vegan) Restaurants soll künftig auch Hotdogs und Shakes umfassen. Das ungewöhnliche Konzept trifft den Geist der Zeit.

Egal ob Frühstück, Hausmannskost, Take-Away oder die Wiener Kaffeehauskultur – all das gibt es inzwischen in veganen Alternativen. Und zwar aus gutem Grund: Erst im Oktober riefen 65 internationale Forscher*innen in Zusammenarbeit mit Greenpeace zu einer Reduktion des Fleischkonsums auf. In ihrem offenen Brief führten sie aus, dass Fleisch 10- bis 100-fach höhere Treibhausgasemissionen nach sich zieht als pflanzenbasiertes Essen. Der Klimawandel bringt den Ruf nach Umdenken mit sich, weg von der Konsumkultur und hin zum umweltverträglicheren Lebensstil.

Vegan leben in Wien

Wie sieht denn die vegane Restaurantszene in Wien aus? Sie floriert. Student*in kann dort alles finden – vom Basilikum Eis bei Veganista, über Tofu-Scramble bei Karma Food bis hin zu Wraps und Burgern bei Swing Kitchen. Auch an veganen Supermärkten fehlt es nicht. Denn laut einer Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Statista aus dem Jahr 2018 ernähren sich immerhin zwei Prozent der Österreicher*innen vegan und vier Prozent vegetarisch. Tendenz: steigend.

Das ansteigende Interesse am Vegan-Trend lässt sich auch auf Google Trends nachverfolgen (Datenquelle: Google Trends, 04.11.2019)

Kenan „Kenny“ Koc, einer der Geschäftsführer von Space Burger kennt die Szene schon gut. An vier Standorten führen seine Kenny’s Lokale vegane Poké Bowls, Wraps und Smoothies. Die Neueröffnung ist ein weiterer Schritt in das lukrative Geschäftsfeld der veganen Restaurants in Wien.

Der Konkurrenzkampf steigt

In den letzten Tagen war vor allem ein weiterer Player im Gespräch: Der Fleischersatzhersteller Beyond Meat. Im vergangenen Quartal schrieb das Unternehmen zum ersten Mal schwarze Zahlen, daran war maßgeblich die Zusammenarbeit mit McDonalds an einem Pilotprojekt in Kanada beteiligt. Trotzdem sanken die Aktien, dieser Umstand wird der zunehmenden Konkurrenz innerhalb des Marktes zugeschrieben – auch Nestle plant einzusteigen.
Die Herstellung im großen Stil birgt zusätzliche Stolpersteine: Der deutsche Öko-Test vergab an die Patties von Beyond Meat die Note „Ausreichend“ aufgrund des erhöhten Vorkommens an Mineralölbestandteilen, genauer gesättigte Kohlenwasserstoffe, welche sich in der Leber und im Fettgewebe anlagern. Körperliche Auswirkungen sind noch nicht bekannt.

Wer dennoch nicht ganz auf Fleisch verzichten will, dem präsentiert sich Rebel Meat als gangbare Alternative. Das Wiener Start-up produziert Burger aus 50% Rindfleisch, 30% Pilzen und 20% Hirse und Gewürzen. Natürlich alles Bio und aus Österreich. Anstatt ganz auf Fleisch zu verzichten, wird so wenig wie nötig verarbeitet, um den authentischen Geschmack beizubehalten.

Sei es nun auf dem Weltmarkt oder in der lokalen Restaurantszene, der vegane Lebens- und Ernährungsstil ist präsent. Ob man nun gänzlich auf tierische Produkte verzichtet oder ein Instagram Foto von einem bunten Burger machen möchte – Space Burger zeigt sich als interessanter Neuzugang.

Hier geht’s zur Facebook Seite von Space Burger Eröffnung: 08.11.2019 ab 11:00                                         Hoher Markt 8-9, 1010 Wien