„Vienna Art Week“: Suche nach der Wahrheit

150 KünstlerInnen öffnen der „Vienna Art Week“ an zwei Tagen ihre Ateliers für einen Blick hinter die Kulissen. Dieses Jahr unter dem Motto „Making truth“.

Rund 200 Veranstaltungen mit 70 Programmpartnern können bei der diesjährigen „Vienna Art Week“ von 15. – 22. November besucht werden. Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums wird der „Open Studio Day“ des Festivals um einen weiteren Tag erweitert. Von 16. – 17. November können Besucher*innen einen Blick hinter die Kulissen erhaschen und 150 Kunstschaffende in ihren Ateliers besuchen. Das Motto dieses Jahr: „Making truth“. Man will sich in Zeiten von Fake News auf die Suche nach der Wahrheit in der Kunst begeben.

MAKING TRUTH Exhibition Parcours, VIENNA ART WEEK 2019, One-Shot Work, Atelier Beatrice Dreux, © VAW, Foto: Sandro E. E. Zanzinger

„Making Truth Exhibtion Parcour“

Ein extra dafür kuratierter Ausstellungspfad, der „Making truth Exhibition Parcours“, führt Interessierte zu den Arbeitsstätten von 16 ausgewählten Künstler*innen. Die Räume ihrer Ateliers wurden zu einer Ausstellung zusammengefasst. Kuratiert haben den Ausstellungspfad, der künstlerischer Leiter der „Vienna Art Week“, Robert Punkenhofer und die Kuratorin und Kulturjournalistin, Angela Stief.

„Im ,Making truth Exhibition Parcours‘ beleuchten wir die Schnittstelle von Produktion und Präsentation, werfen einen Blick hinter die Kulissen und inszenieren jeweils eine Fotografie, die dann als dauerhaftes Resultat in den digitalen Räumen der (sozialen) Medien und digitalen Netzwerke weiter gereicht wird“, meint Angela Stief.

Ihnen zufolge, haben sich die 16 Auserwählten Künstler*innen auf außergewöhnliche Weise mit dem diesjährigen Motto „Making truth“ auseinandergesetzt.

Einer von ihnen ist der Fotograf Klaus Pichler. Er hat sich mit alternativen Glaubenssystemen beschäftigt und sich für seine Fotoserie „This will change your life forever“ zwei Jahre lang in esoterische Kreise begeben. In seiner Arbeit setzt er sich kritisch mit der Welt der Esoterik auseinander, versucht die Suche nach Spiritualität besser zu verstehen und möchte auf mögliche Gefahren von vermeintlich wahren Heilsversprechen aufmerksam machen.

(c) Klaus Pichler
Einhörner über den Wolken von Klaus Pichler

Auch der Künstler Lois Renner gewährt einen Einblick in sein Atelier. In seinen Kunstbildwelten verschwimmen Realität und Täuschung zu einem Ganzen. Dabei kombiniert er Fotografie, Malerei und Bildhauerei, um seine Kunst so real wie möglich aussehen zu lassen.  Außerdem finden von 16. – 17. November Talks mit den Künstler*innen des Ausstellungspfads statt, deren Zeiten so abgestimmt sind, dass sie sich zu einem Talk-Rundgang aneinanderreihen lassen.

MAKING TRUTH Exhibition Parcours, VIENNA ART WEEK 2019, One-Shot Work, Atelier Lois Renner, © VAW, Foto: Sandro E. E. Zanzinger

Die Kunst der Stadt bündeln

Wer sich ohne Führung und abseits des Ausstellungspfads auf den Weg machen will, kann sich anhand der Karte auf der neuen „Vienna Art Week“-Website einen Überblick verschaffen, wo überall Ateliers zu finden sind. Aber auch alle anderen Museen, Kunstuniversitäten, Galerien und Ausstellungsräume, die am Festival teilnehmen, sind auf der digitalen Karte eingezeichnet. Denn das erklärte Ziel der „Vienna Art Week“ ist es, nicht nur die Produktionsstätten sichtbar zu machen, sondern auch Wien als Kunststadt in den Fokus der nationalen und internationalen Öffentlichkeit zu rücken. Zu sehen gibt es unter anderem Präsentationen, Ausstellungseröffnungen, Diskussionsrunden, Vorträge und Performances im öffentlichen Raum.

Infobox:

„Vienna Art Week“

Veranstaltungszeitraum: 15. – 22. November 2019

Veranstaltungsort: Siehe Karte.

Zum ausführlichen Programm geht’s hier.

 

 

Veröffentlicht am 15. November 2019.