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Es war einmal ein kleines gallisches Dorf. Seit vielen AJhren wehren sich seine Einwohner tapfer gegen die römischen Eindringlinge. Heir wurde der kleine Johannes geboren. Als er noch ein kleiner Junge war fiel er in einen großen Kessel voll mit Zaubertrank. Seitdem ist er bärenstark, aber Miraculix der Druide gibt ihm jetzt keinen Zaubertrank mehr. Unfair!

WG Zimmer für Flüchtlinge

Mitbewohner gesucht? Die Plattform Flüchtlinge Willkommen vermittelt seit 2015 zwischen privaten Mietern oder Eigentümern und Flüchtlingen.  Asylwerber und anerkannte Flüchtlinge, die sonst nur schwer am privaten Wohnungsmarkt eine Chance haben, finden Platz in Studenten WGs, bei Familien oder bei Pensionisten. Die Nachfrage nach Wohnraum ist ungebrochen hoch.

Warum können Flüchtlinge nicht einfach in WGs wohnen? Diese Frage stellten sich die Initiatoren des Projekts „Flüchtlinge Willkommen Österreich“. Nach dem Vorbild eines Konzepts des Berliner Vereins Mensch Mensch Mensch e.V. begann im Jänner 2015 eine Gruppe Freiwilliger die Idee in die Wirklichkeit umzusetzen. Über ihre Plattform können Privatpersonen Wohnraum für Schutzsuchende zu Verfügung stellen. Das Angebot richtet sich an Asylwerber, Asylberechtigte und alle Menschen mit oder ohne gültigen Aufenthaltstitel. Seit Beginn der Initiative haben bereits 366 Flüchtlinge ein neues Zuhause gefunden.

Wer Wohnraum anzubieten hat kann sich auf der Homepage des Projekts registrieren. Das Team von Flüchtlinge Willkommen stellt den Kontakt her zu Menschen die einen Wohnplatz suchen. Wenn nach einem Kennenlerntreffen alle zufrieden sind kann der Einzug auch schon stattfinden. Finanziell können die Vorraussetzungen unterschiedlich sein. Asylwerber leben von 350 Euro Grundversorgung im Monat und können deshalb nur einen kleinen Teil zur Miete beitragen. Asylberechtigte können aufgrund der Mindestsicherung von 837 Euro die sie bekommen bereits einen größeren Anteil zur Miete beisteuern, sodass für die Gastgeber kein finanzieller Mehraufwand entsteht.

Flüchtlinge leben gemeinsam mit Studentinnen

Während des Asylverfahrens haben Schutzsuchende zwar einen rechtlichen Anspruch auf Grundversorgung, in den Flüchtlingsquartieren gibt es jedoch keinen Anspruch auf Privatsphäre. Menschen leben in Mehrbettzimmer für zehn Personen. Da Asylverfahren nicht selten zwei Jahre oder länger dauern wird die Situation für Viele zur Farce. „Keine Privatsphäre, nicht einmal selbst kochen kann man. Ich hätte es nicht länger ausgehalten.“, sagt Mahmud. Der junge Iraker lebt heute mit zwei gleichaltrigen Studenten in einer WG. „Wir hatten ein Zimmer günstig anzubieten und ihm war damit geholfen. Mittlerweile sind wir richtig gut Freunde.“, erklärt Franz, Mahmuds neuer Mitbewohner.

Für viele Asylberechtigte ist das Angebot von „Flüchtlinge Willkommen Österreich“ die letzte Chance. Nachdem sie ihr Asylverfahren positiv abgeschlossen haben dürfen Flüchtlinge maximal vier Monate im Grundversorgungsquartier bleiben. Am privaten Wohnungsmarkt ist es ohne Arbeit nur schwer möglich einen Mietvertrag abzuschließen. Weil die Mindestsicherung im Ernstfall nicht pfändbar ist, vermietet kaum ein Eigentümer an Bezieher. Außerdem sind Asylberechtigte von den Angeboten der Wiener Wohnungslosenhilfe ausgeschlossen. Was dann noch bleibt ist die Straße, für Männer genauso wie für Frauen und Kinder.

Bewusst wirbt „Flüchtlinge Willkommen Österreich“ auch dafür illegalisierten Menschen eine Unterkunft zu geben. Sie haben aufgrund ihrer rechtlichen Situation besonders wenige Möglichkeiten ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Da sie keinen Anspruch auf Sozialleistungen haben und keinen Zugang zum Arbeitsmarkt, sind sie meist dazu verurteilt ihr Leben in einem Flüchtlingsheim zu verbringen.

Kontakt für Interessierte:

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Wissenschaftler und Interessierte diskutieren über das gute Leben

Globalisierung, Postwachstum, Solidarität, Freiheit , Nachhaltigkeit. Dies ist eine Auswahl der Begriffe die im Zentrum des 2. „Gutes Leben für alle“-Kongress an der Wirtschaftsuniversität Wien stehen. Es ist ein Kongress der großen Begriffe. Die OrganisatorInnen vom Department Sozioökonomie der Wirtschaftsuni Wien sprechen gar von einer verwirklichbaren Utopie. Vom 9.-11.Februar 2017 finden an der WU Workshops, Podiumsdiskussionen und Exkursionen mit 138 Gästen aus Wissenschaft und Praxis statt.

Am zweiten Februarwochenende lädt das Department Sozioökonomie der WU zum zweiten Mal auf den Campus  zum Kongress und fordert „Gutes Leben für alle“. Unter den Gästen finden sich WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen. Selbstgewähltes Ziel der VeranstalterInnen ist es diese beiden Zugänge in einen Dialog zu setzen und das Entstehen von neuen Netzwerken und Wissensaustausch  zu unterstützen.

138 Gäste und Vortragende werden am Kongress mitwirken

Das Programm ist international bunt gemischt. Bei der Auftaktveranstaltung diskutieren ÖGB Präsident Erich Foglar, Puls4 Moderatorin Corinna Milborn und der Leiter des Instituts für Soziologie an der Universität von Quebec / Kanada Jean-Marc Fontan über Globalisierung. In den folgenden zwei Tagen finden Exkursionen, Workshops und Podiumsdiskussionen mit 138 Gästen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Gewerkschaften, Unternehmen und der Stadt Wien statt. In einem Workshop zur Rolle von Medien im aktuellen Diskurs berichten Edith Meinhart (Profil), Michael Kofler (W24) und Daniela Kraus (FJUM – Forum für Journalismus und Medien) über ihre Erfahrungen aus dem Journalistenalltag.

Thematisch soll es sowohl um soziale als auch um Umweltthemen gehen. Besonders im Mittelpunkt stehen die Schlagwörter Deglobalisierung und Stadt. Brauchen wir einen Rückgang der wirtschaftlichen Globalisierung um zu einem funktionierenden Gemeinwesen zurück zu finden? Welche Infrastruktur und welche Institutionen sind in einer Stadt notwendig um lokale Initiativen und Partizipation zu fördern? Diese Fragen sollen auf unterschiedliche Weise in den Veranstaltungen des Kongresses behandelt werden.

Hardfacts:

„Gutes Leben für alle“ – Kongress 2017
9.2. – 11.2.2017
Wirtschaftuniversität Wien
c/o Institute for Multi-Level Governance and Development
Welthandelsplatz 1
1020 Wien
Anmeldung auf der Homepage
http://www.guteslebenfueralle.org/de/
Teilnahme kotenlos