Archiv der Kategorie: Allgemein

Skandinavische Fitnesskette eröffnet erste Filiale in Österreich

Training nach natürlichen menschlichen Bewegungsabläufen und ein innovativer Ort zum Trainieren – das verspricht Evo Fitness. Voraussichtlich in diesem Jahr soll das erste Studio Österreichs im neunten Bezirk in Wien eröffnet werden. Skandinavische Fitnesskette eröffnet erste Filiale in Österreich weiterlesen

Die E-Zigarette: Dampfen statt Rauchen

Die E-Zigarette erfreut seit ihrer Erfindung im Jahr 2003 durch den Chinesen Hon Lik zunehmender Beliebtheit. Schätzungen zufolge verwenden 250.000 Menschen in Österreich die E-Zigarette regelmäßig, Tendenz steigend. Während Kritiker auf ihr Potential als Einstiegsdroge verweisen, schwören Befürworter auf ihre deutlich geringere Schädlichkeit im Vergleich zur herkömmlichen Zigarette. Ein Faktencheck.

Mittlerweile ist das Angebot an E-Zigaretten dermaßen explodiert, dass man leicht den Überblick verlieren kann. Es gibt sie in allen erdenklichen Farben und Größen. Die Auswahl an Geschmacksrichtungen ist ebenfalls so groß wie nie zuvor. Grundsätzlich gilt: Was man essen kann, kann man auch dampfen. Von Apfelkuchen, über Fruchtmischungen bis hinzu Pizza und Döner gibt es so ziemlich alles. Alle Geräte funktionieren nach demselben Prinzip: Über einen elektrisch beheizten Draht wird eine Flüssigkeit, das sogenannte Liquid, verdampft und eingeatmet. Im Gegensatz zur Zigarette findet dabei kein Verbrennungsprozess statt. In den Liquids ist Propylenglycol, Glycerin, Aroma sowie wahlweise Nikotin enthalten. Die ersten drei Stoffe finden ebenfalls in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie Verwendung.

95 Prozent weniger schädlich als Tabakrauchen

Laut einer Schätzung des britischen Gesundheitsministeriums ist der Konsum von E-Zigaretten um ca. 95 Prozent weniger schädlich als das Rauchen von herkömmlichem Tabak.  Von den über 3800 chemischen Verbindungen im Tabakrauch sind mindestens 400 giftig. Unter den 40 in jedem Fall krebserregenden Stoffen befinden sich unter anderem Teer, Nitrosamine und das radioaktive Polonium. Das alles fällt bei der E-Zigarette weg. Die in den Liquids enthaltenen Stoffe Propylenglykol, Glycerin und Aroma gelten zumindest bei oraler Einnahme als unbedenklich. Langzeitstudien zu ihrer Wirkung bei Inhalation sind noch ausstehend.

In einer Untersuchung der Portland University konnte das womöglich krebserregende Formaldehyd, das auch in Tabakrauch enthalten  ist, für E-Zigaretten nachgewiesen werden. Dabei wurde das Gerät jedoch über die vorgesehene Betriebstemperatur hinaus erhitzt. Der Suchtforscher Peter Hayek beschreibt die Ergebnisse folgendermaßen: „Wenn ein Hähnchen verbrannt wird, entsteht eine schwarze Kruste, die natürlich krebserregende Stoffe enthalten kann. Niemand würde jedoch behaupten, dass Hühner krebserregend sind.“

Nikotin genauso schädlich wie Koffein

Noch vor ein paar Jahrzehnten glaubte man, dass Nikotin gravierende Schäden im Körper anrichten würde. Diese Annahme scheint sich bis heute hartnäckig in den Köpfen der Menschen zu halten. Tatsächlich ist Nikotin in geringen Mengen nicht giftig und nach jetzigem Forschungsstand unabhängig von der Dosierung auch nicht krebserregend. Eine Überdosierung, die von E-Zigaretten- bzw. Tabakkonsum nicht zu erwarten ist, kann hingegen tödlich enden. Der für seine stimulierende sowie entspannende Wirkung bekannte Stoff wurde unlängst in einer Studie der britischen Royal Society of Public Health hinsichtlich seiner Schädlichkeit mit Koffein verglichen.

Bekanntlichermaßen birgt Nikotin ein Abhängigkeitspotential. Im Gegensatz zu Liquids für E-Zigaretten wird dieses beim Rauchen durch die Wechselwirkung mit anderen Substanzen jedoch beträchtlich verstärkt. Deshalb gelingt es 97 Prozent der Raucher nicht, langfristig und ohne Hilfsmittel vom Rauchen loszukommen. Jährlich fordert der Tabakkonsum weltweit 5,4 Millionen Tote. Die E-Zigarette kann Abhilfe schaffen.

E-Zigarette ist Ausstieg und nicht Einstieg

Von Kritikern wird die Besorgnis geäußert, dass E-Zigaretten besonders Jugendliche zum Konsum von Tabakprodukten verführen könnten. Bisherige Studien zeigen jedoch deutlich, dass E-Zigaretten von Nichtrauchern selten probiert und fast gar nicht dauerhaft verwendet werden. Die meisten „Dampfer“ sind gleichzeitig Raucher bzw. ehemalige Raucher. Laut Studien konnte der Tabakkonsum von Rauchern unter gleichzeitiger Verwendung der E-Zigarette um über 50 Prozent gesenkt werden. Außerdem wird die Chance auf eine dauerhafte Raucherentwöhnung von 4 auf 9 Prozent mehr als verdoppelt. Nikotinersatzpräparate hingegen zeigen in dieser Hinsicht keine Wirkung, wie eine Studie aus dem Jahr 2012 belegt.

 

LOBU: Bücher liefern per Kurier

Drei Schüler wollen den österreichischen Buchmarkt vor der Zerstörung durch  Großkonzerne wie Amazon & Co. retten. Deshalb liefern Sie die Bücher selbst – mit dem Fahrrad.

LOBU, was als Abkürzung für Lokale Buchhandlung steht, ist ein ambitioniertes Projekt, das drei Schüler in Wien gestartet haben. Über ihre Website können Kunden Bücher aus ihrer lokalen Buchhandlung liefern lassen. Noch am selben Tag. „Es scheint, als hätten die Leute auf eine lokale Alternative zu Amazon gewartet,“ sagten die Gründer Moritz Stephan (16) und Konstantin Klinger der Wiener Bezirkszeitung. Buchliebhaber, Geschäfte und Kunden  reagierten mit Begeisterung.

Bücher vor Ort abholen

Wieso muss ein Buch den weiten Weg von Düsseldorf nach Wien zurücklegen, obwohl es wahrscheinlich in Wiener Buchhandlungen zu finden wäre? Die Frage stellten sich die drei Freunde eines Tages, als sie den Standort ihrer eigenen Amazon-Bestellung abriefen. Das muss doch auch anders funktionieren, waren sie überzeugt. Außerdem störe ihn persönlich der verantwortungslose Umgang von Amazon mit Mitarbeitern und Steuerzahlungen, so Moritz Stephan. Damit nehme man kleinen Buchhandlungen die Existenzgrundlage.

Wie funktioniert LOBU?

Der Ablauf ist unkompliziert: Einfach eine SMS mit Buchtitel, ISBN oder Autor und Adresse an die angegebene Nummer schicken. Die genaue Lieferzeit wird dann per SMS abgestimmt, so steht es auf der Website. Wenn vor 16h bestellt wird, dann versprechen die Gründer eine Lieferung zwischen 19h und 21h am selben Tag. Sollte das gewünschte Buch nicht vorrätig sein, dann werde üblicherweise am übernächsten Tag geliefert. Die Sendung kommt übrigens per Fahrradkurier. Vorerst gibt es LOBU nur im 18. Wiener Gemeindebezirk Währing.

 

Zwei Euro pro Bestellung

Momentan befindet sich das Projekt noch in einem Testlauf, in dem Bücher gratis bestellt werden können. Nach dieser Phase wird eine Lieferung um die zwei Euro kosten. Wenn LOBU in Währing gut anläuft, dann soll der Buchkurier auf ganz Wien ausgeweitet werden. Als weitere Bezirke sind der 19., 1.,4. und 8. angedacht.

Ob lokaler Online-Handel zukunftsfähig ist, ist generell eine spannende Frage. Im Lebensmittelbereich sind Unternehmen wie Foodora positive Beispiele, dass das Konzept funktionieren kann. LOBU ist übrigens kein Schulprojekt, sondern wurde von den drei Freunden in ihrer Freizeit entwickelt.

Bedingungsloses Grundeinkommen- ein Volksbegehren

Die private Initiative Generation Grundeinkommen will nach der Volksabstimmung in der Schweiz auch in Österreich ein Volksbegehren zum bedingungslosen Grundeinkommen anstoßen. Der Obmann des Vereins ist der Ex-Derivatenhändler Helmo Pape. Ende Jänner hat der Gründungskonvent in Wien stattgefunden. Jetzt müssen Unterstützungserklärungen gesammelt werden, damit das Volksbegehren starten kann.

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Wissenschaftler und Interessierte diskutieren über das gute Leben

Globalisierung, Postwachstum, Solidarität, Freiheit , Nachhaltigkeit. Dies ist eine Auswahl der Begriffe die im Zentrum des 2. „Gutes Leben für alle“-Kongress an der Wirtschaftsuniversität Wien stehen. Es ist ein Kongress der großen Begriffe. Die OrganisatorInnen vom Department Sozioökonomie der Wirtschaftsuni Wien sprechen gar von einer verwirklichbaren Utopie. Vom 9.-11.Februar 2017 finden an der WU Workshops, Podiumsdiskussionen und Exkursionen mit 138 Gästen aus Wissenschaft und Praxis statt.

Am zweiten Februarwochenende lädt das Department Sozioökonomie der WU zum zweiten Mal auf den Campus  zum Kongress und fordert „Gutes Leben für alle“. Unter den Gästen finden sich WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen. Selbstgewähltes Ziel der VeranstalterInnen ist es diese beiden Zugänge in einen Dialog zu setzen und das Entstehen von neuen Netzwerken und Wissensaustausch  zu unterstützen.

138 Gäste und Vortragende werden am Kongress mitwirken

Das Programm ist international bunt gemischt. Bei der Auftaktveranstaltung diskutieren ÖGB Präsident Erich Foglar, Puls4 Moderatorin Corinna Milborn und der Leiter des Instituts für Soziologie an der Universität von Quebec / Kanada Jean-Marc Fontan über Globalisierung. In den folgenden zwei Tagen finden Exkursionen, Workshops und Podiumsdiskussionen mit 138 Gästen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Gewerkschaften, Unternehmen und der Stadt Wien statt. In einem Workshop zur Rolle von Medien im aktuellen Diskurs berichten Edith Meinhart (Profil), Michael Kofler (W24) und Daniela Kraus (FJUM – Forum für Journalismus und Medien) über ihre Erfahrungen aus dem Journalistenalltag.

Thematisch soll es sowohl um soziale als auch um Umweltthemen gehen. Besonders im Mittelpunkt stehen die Schlagwörter Deglobalisierung und Stadt. Brauchen wir einen Rückgang der wirtschaftlichen Globalisierung um zu einem funktionierenden Gemeinwesen zurück zu finden? Welche Infrastruktur und welche Institutionen sind in einer Stadt notwendig um lokale Initiativen und Partizipation zu fördern? Diese Fragen sollen auf unterschiedliche Weise in den Veranstaltungen des Kongresses behandelt werden.

Hardfacts:

„Gutes Leben für alle“ – Kongress 2017
9.2. – 11.2.2017
Wirtschaftuniversität Wien
c/o Institute for Multi-Level Governance and Development
Welthandelsplatz 1
1020 Wien
Anmeldung auf der Homepage
http://www.guteslebenfueralle.org/de/
Teilnahme kotenlos

 

 

 

Wiener Pony-Karussell sperrt nach 128 Jahren zu

 
Der Wiener Prater hat eine Attraktion weniger: Das seit 1887 bestehende Pony Karrusell macht nach Finanzierungsproblemen und anhaltender Kritik am Tierleid die Pforten dicht – und schlägt Tierschützern noch ein Schnippchen.
Für die einen war es eine Instítution, für die anderen ein Relikt aus dunklen Zeiten. Das Pony-Karussell im Wiener Prater hat nach 128 Jahren Betrieb geschlossen. Zu schwer wurde die Kritik in den letzten Monaten. Auch die Kundschaft wurde in den letzten Jahren immer weniger.

Maßgeblich beteiligt an der Schließung war die österreichische Tierschutzorganisation VIER PFOTEN, die seit Sommer 2016 mit den Besitzern des Karussells in Verhandlung steht. Die Pferden
sollen endlich in Pension gehen dürfen, denn das Zeitalter der Tierattraktionen sei vorbei – so die Tierschützer. Die Verhandlungen ergaben, dass die Besitzer des Karussells mit Ende Jännerschließen würden und die Pferde auf der Betriebseigenen Weide ihren Lebensabend ungehindert verbringen können. Bis vor kurzem sah es auch so aus, als ob alles wie geplant verlaufen würde, bisdie Karussellbetreiber aus dem Deal ausstiegen um eigene Pläne zu verfolgen.
Die Ponys bei der Arbeit. ‎© VIER PFOTEN
Umschulung statt Pension
Es bleibt zwar beim Versprechen das Pony Karussell zu schließen, aus dem ruhigen Leben für die Ponys wird jedoch nichts. Diese werden nämlich umgeschult um auf der Reitbahn der Besitzer
außerhalb Wiens weiterarbeiten. „Einklarer Bruch unserer Vereinbarungen!“, kritisieren die VIER PFOTEN und kündigen weitere Protestaktionen an.
Grund für das Einschalten der Tierschützer waren die Arbeitsbedingungen der Pferde. Für sie war es den Pferden nicht zumutbar an jedem Tag und bei jedem Wetter nichts zu tun als im Kreis zu gehen, auch wenn rechtlich gesehen alles einwandfrei war. Dies ging nicht nur den VIER PFOTEN gegen den Strich: Täglich wurden die Mitarbeiter des Karussells angeblich von Passanten beschimpft.
Was passiert mit dem Karussell?
„Mit dem Neubeginn des Pony-Karussells entsprechen wir den zeitgemäßen Wünschen unserer Besucher, die Attraktion nicht mit Pferden betreiben zu lassen“, teilt Michael Prohaska,
Geschäftsführer der Prater Wien GmbH in einer Aussendung
mit. Er deutet an, das Karussell mit neu eröffnen zu wollen – ohne Pferde. Schließlich handle es sich um ein Stück Geschichte des
Wiener Praters.
Inzwischen haben die VIER PFOTEN zu einem Flowerstorm – dem Gegnteil eines Shitstorms – aufgerufen. Mit einer Aktion am Stephansplatz, wo sie Blumen und Postkarten verteilten, wollen sie
auf die Situation der Ponys aufmerksam machen.
Flower Walk vom Schwedenplatz zum Stephansplatz.  ‎© VIER PFOTEN