Archiv der Kategorie: Gesellschaft

Ein Herbst auf der Flucht

Den Herbst über hat das Kollektiv „Lost“ Refugees auf ihrem Weg durch Europa begleitet und ihre persönlichen Geschichten aufgeschrieben. In der Galerie Herr Leutner präsentieren sie am 17. Dezember ihr Buch, das abseits schneller Schlagzeilen von Flucht, Krieg und Verfolgung erzählt.

all © Lost:The Story of Refugees

Es ist eine lange Reise mit vielen Stops. Sie führt in eine aufgelassene Asfinag-Halle in Salzburg, an den Grenzzaun Ungarns, zum ersten EU-Flüchtlingshotspot auf Lesbos. Das Fotoreportagenbuch „Lost: The Story of Refugees“ dokumentiert einen Herbst auf der Flucht. Hinter dem Projekt steht ein Kollektiv aus fünf jungen Freiberuflern: Die Journalistin Franziska Tschinderle, die Fotografen Martin Valentin Fuchs und François Weinert, der Organisator und Übersetzer Simon Hellmeyer und der Grafiker Maximilian Schnürer. Gemeinsam sind sie zwischen August und November über die Länder des Balkans bis nach Lesbos gereist, um Flüchtlinge auf einem Teil ihres Weges entlang der Balkanroute zu begleiten.

Das Team von "Lost"
Das Team von „Lost“ (Martin Valentin Fuchs, Simon Hellmeyer, Franziska Tschinderle    Maximilian Schnürer, Francois Weinert)


Reportagen und Portraits

In schwarz-weiß Fotostrecken, Reportagen und Portraits geben sie ihre Eindrücke der Reise auf 160 Seiten wieder. So erzählt „Lost“ von einer Nacht in einem Maisfeld vor den Toren Europas, dem Begräbnis eines Familienvaters in einem Olivenhain auf Lesbos, stellt Rem aus Syrien oder Basir aus Afghanistan vor.

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Berichterstattung jenseits schneller Schlagzeilen

Es sind die persönlichen Lebensgeschichten einzelner Flüchtlinge, anhand derer das Buch die strukturellen Rahmenbedingungen von Flucht begreifbar macht. „Unser Ziel war es, einzelne Protagonisten aus der Masse herauszulösen und politische und strukturelle Missstände mit individuellen Erlebnissen und detailreichen Beschreibungen zu erklären“, sagt Franziska Tschinderle. Dafür habe man sich viel Zeit genommen und mit Flüchtlingen vor, während und nach ihrer Flucht gesprochen.

Guter Zweck
Finanziert hat das Team von „Lost“ das Buchprojekt durch Spenden von Privatpersonen und Medienkooperationen, unter anderem mit dem Nachrichtenmagazin Profil. Daran verdienen wollen sie nicht. Alle Erlöse aus dem Verkauf des Buches fließen in Integrationsprojekte der Caritas, die von „Lost“ für die Leserinnen dokumentiert werden sollen.

Wanderausstellung
Im Rahmen einer Wanderausstellung durch Österreich und Süddeutschland sind ausgewählte Reportagefotos und Portraits auch in Galerien zu sehen.
Bis 21.01. hält die Ausstellung in der Galerie Herr Leutner in der Westbahnstraße. Weitere Ausstellungen im Laufe des Jahres 2016 sind in Bayern, Linz, Villach, Innsbruck, Vorarlberg und Salzburg geplant.

Zu kaufen gibt es das Buch ab 18.12. in der Buchhandlung Walther König, der Kunsthalle Wien, der Buchhandlung Phil und der Galerie Herr Leutner. Oder online unter refugeeslost.com

Virtuelle Busfahrt durch Missbrauchsthematik in Indien

Ein indischer Medienkünstler entführt uns mit Hilfe der Oculus-Brille in eine virtuelle Busfahrt des Grauens. Mit seinem Medienprojekt Bhenchod – Indian Rape Culture Simulator zeigt er ein großes gesellschaftliches Problem Indiens auf: Vergewaltigungen.

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all © Bobby Rajesh Malhotra

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Hunderte feierten Rolltreppeneröffnung

Nach fast einem Jahr Stillstand, funktioniert die Rolltreppe in der U-Bahn Station Schottentor beim Aufgang Liechtensteinstraße nun wieder. Durch eine scherzhafte  Facebookeinladung zum Event „Big Opening Rolltreppe Schottentor“ der „Winer Linien“ ohne „e“ wurde eine große Party. Hunderte trafen sich am 1. Dezember, um zu feiern.

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Eine Stunde vor dem offiziellen Beginn der Eröffnung der Rolltreppe, johlten hunderte Menschen in der U-Bahn Station Schottentor. ©Teresa Sturm

Schon um die Mittagszeit gab der Veranstalter der Rolltreppeneröffnung Herr Winer Linien, wie sich der 25-jährige Student selber nennt,  Interviews: „Man spürt schon das Brodeln. Es wird etwas Großes passieren.“

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Shoppen mit Bedacht

Die Ausstellung „Für Garderobe wird nicht gehaftet. Widerständiges in Mode und Produktion“ eröffnete am 09.12.2015 im Angewandte Innovation Lab (AIL). Der Programmpunkt „Antishopping“ ruft dabei zum „Shoppen mit Bedacht“ auf. Shoppen mit Bedacht weiterlesen

Gemeinsam gewinnen: Sport und Integration

Bereits zum achten Mal wurde im Haus des Sports in Wien der Integrationspreis verliehen. Zwölf Projekte von Schulen, Sportvereinen, Unternehmen oder auch Privatpersonen wurden ausgezeichnet. Der Hauptpreis ging an den Steirer Birol Yilmaz. Dabei machten die Geehrten als auch die Ehrenden deutlich, welch wichtige Rolle der Sport im Integrationsprozess spielen kann.

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Tausende an Vorlesung über Flucht interessiert

Hunderte Studierende aus unterschiedlichsten Fachrichtungen interessieren sich für die Ringvorlesung „Flucht, Fluchtgründe und Traumata“ der Medizinischen Universität Wien. Bei der ersten Einheit kam es aufgrund der überraschend hohen Teilnehmer_innenzahl zu Platzproblemen im Hörsaal.

Voller Hörsaal im AKH © Lisa Leutgeb, ÖH Medizin
Voller Hörsaal im AKH © Lisa Leutgeb, ÖH Medizin

Der gute alte Hörsaal erlebt d Tausende an Vorlesung über Flucht interessiert weiterlesen

Frisch & fruchtig: Wiens erster Joghurt-Laden

Marisa Sailer hat „Klara Fruchtsennerei“ im ersten Bezirk eröffnet.


Fruchtjoghurts aus natürlichen Zutaten, handwerklich erzeugt und ohne künstlichen Aromen – das gibt es im ersten Joghurtgeschäft Wiens zu kaufen. Mit der „Klara Fruchtsennerei“ hat sich die Lebensmittel- und Biotechnologin Marisa Sailer in der Dorotheergasse im ersten Bezirk ihren großen Traum erfüllt.

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Studenten bauen ein Asylheim

Mitten in Wien wurde aus einem studentischen Projekt eine wohnliche Unterkunft für Flüchtlinge geschaffen. In den vergangenen zwei Monaten wurde mit viel freiwilliger Energie geschuftet, um eine Schlafstelle für rund 850 MigrantInnen im ehemaligen Finanzministerium geschaffen. 

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