Volles Haus und viel Diskussion bei „Tagen der Bildung“

Von 15. bis 19. Februar drehte sich in Wien im Rahmen der „Tage der Bildung“ unter dem Motto „Chancen nutzen!“ alles um Aus- und Weiterbildung in Wien. Das Medienhaus Bummedia organisierte mit über 50 Kooperationspartnern die fünftägige Messe mit über 116 Veranstaltungen in ganz Wien. 

Das Ziel der Messe sei es „das breite Bildungsangebot in Wien sichtbar zu machen, Chancen betreffend Bildung und Weiterbildung aufzuzeigen und dadurch Chancengerechtigkeit auf dem Bildungsweg und am Arbeitsmarkt für alle WienerInnen zu fördern“, heißt es seitens der Veranstalter

Volles Haus bei der Eröffnung

Eröffnet wurde die Veranstaltungsreihe am Montag, den 15. Februar von Bildungsministerin Gebriele Heinisch-Hosek und Stadtschulratspräsident Jürgen Czernohorszky in der Arena 21 im Museumsquartier, die randvoll besetzt war. Dort ging es ganztägig weiter mit unterschiedlichen Workshops, Diskussionen und Vorträgen zum Thema Bildungsmöglichkeiten in Wien, Bildungsreform und Bildung in der Zukunft weiter. Der Initiator, Dino Schosche, zeigte sich erfreut über die hohe Besucheranzahl und das große Interesse an der Bildugsmesse: „Wir leben in einer Gesellschaft wo Bildung leider immer noch vererbt wird. Indem wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern Chancen aufzeigen, Wienerinnen und Wiener über die Bildungsangebote der Stadt informieren und über Bildung diskutieren, leisten wir unseren Beitrag für Chancengerechtigkeit in unserer Stadt.“

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Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek eröffnete die Messe. Foto: Igor Ripak

Parteien in Fragen Bildung uneinig 

Um Bildungspolitik ging es bei der Podiumsdiskussion „Bildungsreform: Erster Schritt oder schlechter Kompromiss?“ mit Beate Meinl-Reisinger von den NEOS, Sabine Schwarz von der ÖVP, Harald Walser von den Grünen und Tanja Wehsely von der SPÖ. Es wurde darüber diskutiert, welche Veränderungen die Bildungsreform und welche positiven Vorteile diese in Bezug auf Chancengleichheit und vererbbare Bildung mit sich bringt. Vor allem das Thema Gesamtschule wurde hitzig und intensiv diskutiert. Harald Walser meinte hierzu, dass es ihn „gar nicht wundere, dass jeder in die skandinavischen Länder reise und niemand nach Österreich komme, um sich das österreichische Bildungssystem anzuschauen“, er erwähnte unter anderem auch die schlechten Ergebnisse der PISA-Studien bei Schülerinnen und Schülern und warf der ÖVP vor, nun schon seit Jahren die Bildungsreform zu blockieren. Sabine Schwarz von der ÖVP erwiderte diesen Vorwürfen mit dem Hinweis auf das duale Ausbildungssystem in Österreich, dass sich „sehr wohl alle Welt anschaue“ sowie auf die PISA-Ergebnisse der Erwachsenen in Österreich, die sogar besser als jene aus den skandinavischen Ländern seien.

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Diskutiert wurde insbesondere über die Gesamtschule, Chancengleichheit und vererbbare Bildung. Foto: Igor Ripak

Bildungsmesse und wienweite Events 

Parallel dazu startete in der Ovalhalle nebenan die Bildungsmesse, wo es bei Ausstellern aus verschiedensten Bildungsinstitutionen umfassende Informationen über Aus- und Weiterbildung gab, darunter beispielsweise die Volkshochschule Wien, die FH Campus, das BFI, das WIFI und viele mehr.

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Bei verschiedenen Ausstellern aus dem Bildungssektor konnte man sich über Aus- und Weiterbildung informieren. Foto: Igor Ripak

Von Dienstag, 16.2. bis einschließlich Freitag, 19.2., ging die Bildungsmesse mit über 100 Events in ganz Wien weiter. In der Vienna Business School zum Beispiel konnte an Tagen der offenen Tür ein Blick auf das Ausbildungsangebot geworfen werden. Der Wiener Krankenanstaltenverbund gab Informationsnachmittage zur Ausbildung im Gesundheits- und Krankenpflegebereich, die Nationalbibliothek organisierte Führungen durch das Haus und die Bildungsberatung Wien gab kostenlos und in verschiedenen Sprachen Tipps und Beratung zum Thema Bildung und Beruf.