Backkurs

Der Name ist Programm: Stolzer Preis für Sophia Stolz‘ Backkurs

Am 28. November startet „Get Baked“ nach einem Monat Pause in die zweite Runde. Mit dem Online-Backkurs von Sophia Stolz alias Stolzes soll man die Kunst des kreativen und kunstvollen Backens auch zu Hause erlernen. Der Preis: 189 Euro. 

Bunt, schrill und kreativ, das ist Sophia Stolz. Die Wiener Backkünstlerin ist unter ihrem Künstlernamen Stolzes bekannt für ausgefallene und kunstvolle Torten, die vor allem die Popkultur widerspiegeln. Ob das Gesäß der amerikanischen Rapperin Niki Minaj oder politische Statements, Stolzes weiß Zucker, Butter und Mehl zu inszenieren. Mit ihrem Backkurs „Get Baked by Stolzes“ möchte sie ihre Fans in die Backkunst einweihen und das um rund 190 Euro. Vergleichsweise ist das ein stolzer Preis: Zum Beispiel kostet eine OMAsterclass – der Online-Backkurs des Wiener Cafés Vollpension – mit 14 Lektionen rund 80 Euro.  

Vier Rezepte um 189 Euro

Insgesamt kann man ab Ende November vier unterschiedliche Stapelkuchen kreieren. Um welche es sich genau handelt, wird vorerst nicht preisgegeben. Erst nach Kauf des Kurses um 189 Euro, erfährt man, was genau gebacken wird. Die Teilnehmer*innen  werden mittels Online-Tutorials Schritt für Schritt in Stolzes‘ Rezepte eingeweiht. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der Herstellung von Torten, sondern auch auf der kunstvollen Inszenierung der Backwerke. Die Lektionen sind in fünf unterschiedliche  Module unterteilt. Hier erlernt man unter anderem wichtige Grundlagen rund ums Backen, wie man Cremen herstellt und dekoriert. Über die Online-Plattform haben die Teilnehmer*innen Zugriff auf die Inhalte des Kurses und können diese jederzeit über Smartphone, Laptop oder Tablet abrufen.

Zweite Auflage und gekonnte Inszenierung 

Am 24. Oktober gab es bereits die Möglichkeit, sich für Stozes‘ ersten virtuellen Kurs auf cakeporntime.com zu registrieren. Die zweite Auflage startet nun fast einen Monat später, am 28. November.  Auch diesmal weiß Sophia Stolz ihr Produkt zu inszenieren: Ein roter Countdown verweist auf die verbleibenden Tage bis zum Start des Kurses, darunter der Hinweis, dass man sich vorab exklusiv registrieren kann. Der Kurs wurde von den Teilnehmer*innen des ersten Durchlaufs durchaus gut angenommen und auch bewertet – trotz des Preises. Die Videos seien kompetent aufbereitet und zudem ästhetisch in Szene gesetzt. Sollte man mit dem Angebot nicht zufrieden sein, kann man laut Website in den ersten 14 Tagen vom Kauf zurücktreten. 

Die Idee dahinter

Wie bei vielen anderen hat sich auch bei Sophia Stolz aufgrund der Covid-19-Pandemie die Auftragslage verschlechtert. Veranstaltungen und Partys bleiben derzeit aus und somit auch die Aufträge für kunstvolle Torten. Ihre Antwort darauf lautet: „Get Baked“. Damit springt Stolzes auf einen Trend auf, der bereits durch den ersten Lockdown angekurbelt wurde: Aufgrund der Ausgangssperren stieg scheinbar das Backverlangen der Österreicher*innen. Kurzzeitig war in österreichischen Supermärkten neben Klopapier auch Hefe eine Mangelware. 

Kunst zum Vernaschen

Seit 2017 ist Sophia Stolz ihren knapp 18.000 Follower*innen auf Instagram unter ihrem Künstlernamen Stolzes oder dem Hashtag #cakepornbystolzes bekannt. Nach dem Abschluss ihres Kunstgeschichte-Studiums, widmete sich die junge Wienerin ihrer Leidenschaft, dem Backen. Als Bäckerin würde sich die 25-Jährige jedoch nicht bezeichnen. Sie sieht sich vielmehr als Künstlerin, die mit Lebensmitteln arbeitet. Ihr Ziel sei es, ihre Torten einmal in einem Museum zu sehen. Inspiration für ihre ausgefallenen Kreationen holt sich die Wienerin vor allem durch Mode, Kunst und Reisen, wie sie der Presse vor kurzem im einem Interview verriet. Unkonventionelle essbare Kunstwerke kreierte die Kunstgeschichte-Absolventin unter anderem bereits für Bulgari, Netflix, Miu Miu und Fendi. 

Infobox
Get Baked by Stolzes
Kosten: 189 Euro
Aufbau: fünf Module mit Infos zu Teigen, Cremen und Dekoration 
Angebot: unterschiedliche Videos und vier ausdruckbare Rezepte; jederzeit abrufbar
Website: cakeporntime.com

Beitragsbild | © Sergiu Andres

Fiktives Veröffentlichungsdatum: 21. November 2020